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Kultur

Der DW-Kulturkalender

Lesen, lesen und nochmals lesen … Der März steht ganz im Zeichen der Literatur. Was die Deutschen diesen Monat kulturell sonst noch bewegt, das erfahren Sie hier. Eine Auswahl der Kulturredaktion.

Zum 82. Mal – Glanz und Glamour aus Hollywood

Oscar-Statuen (Foto: AP)

Ausnahmsweise im März statt im Februar: die Oscar-Verleihung 2010. Wie immer in Los Angeles, doch auch in Deutschland wird mitgefiebert, wenn es am 7. März heißt "And the winner is… " Mit im Rennen ist dieses Jahr unter anderem der deutsch-österreichische Film "Das weiße Band" von Michael Haneke, nominiert in der Kategorie "Bester nicht-englischsprachiger Film". Da der Zeitunterschied zu Kalifornien neun Stunden beträgt, wird hier nachts geguckt. Und das nicht nur zu Hause vor dem Fernseher. Im letzten Jahr haben einige Kinos die Oscar-Verleihung live übertragen! Das ist dann fast ein bisschen so, als wäre man wirklich da …!

Literatur in Köln und Leipzig

Zwei Sessel stehen auf der Bühne der lit.Cologne (Foto: Martin Langhorst)

Im März wird in Deutschland gelesen was das Zeug hält. Zuerst auf der lit.COLOGNE (10.-20.3.), einem der größten Literaturfeste Europas. Die Liste der Autoren, die kommen, ist lang, umso größer die Qual der Wahl für den Besucher. Eine der gefragtesten Veranstaltungen ist ohne Zweifel die Begegnung der Literatur-Nobelpreisträgerin Herta Müller mit dem Künstler Ai Weiwei aus China. Thema des Abends: Wie politisch kann, darf oder muss künstlerische Arbeit sein? Den Auftakt der lit.COLOGNE macht die Verleihung des Deutschen Hörbuchpreises. 18 Hörbücher sind nominiert, darunter auch der Briefwechsel des Verlegers Siegfried Unseld mit dem Autor Thomas Bernhard. Ein höchst vergnügliches Hörerlebnis …

Literaturmeile der Leipziger Buchmesse 2009 (Foto: dpa)

Von Köln nach Leipzig: Hier beginnt am 18. März die Leipziger Buchmesse (bis 21.3.). Mehr als 2100 Aussteller werden dieses Jahr erwartet, um ihre Autoren, Neuerscheinungen und Programme zu präsentieren. Ein Schwerpunktland gibt es dieses Mal nicht, erst nächstes Jahr wieder mit Serbien. Die Veranstalter wollen Literatur aus Südosteuropa bekannter machen: 2007 war Slowenien eingeladen worden, 2009 Kroatien. Am 18. März wird außerdem der Preis der Leipziger Buchmesse verliehen – nominiert ist unter anderem die siebzehnjährige Helene Hegemann, deren Roman "Axolotl Roadkill" derzeit die Medien beschäftigt wie kaum ein anderer. Man darf also gespannt sein. Und nicht zu vergessen: Auch in Leipzig gibt es – parallel zur Buchmesse – ein Lesefest. Es nennt sich: Leipzig liest! Und es will nicht nur eines der größten in Europa sein, sondern sogar das größte.

didacta 2010 (16.-20.3.)

Schule gestern und heute auf der didacta (Foto: dpa)

Was gibt's Neues auf dem Schulbuchmarkt? Kann man Twitter für den Unterricht nutzen? Warum haben so viele Schüler Schwierigkeiten beim Lernen? Mit solchen Fragen können sich Pädagogen – darunter vor allem Lehrer – auf der Bildungsmesse "didacta" auseinandersetzen. Hier treffen sie die Promis der Lerndidaktik, können mit Politikern und Hirnforschern diskutieren und sich neue Anregungen holen. Rund 74.000 Besucher zog die didacta im letzten Jahr an, mit mehr als 1000 Veranstaltungen in fünf Tagen die größte Messe ihrer Art in Europa. Sie findet allerdings nicht immer in Köln statt, sondern im jährlichen Wechsel auch in Stuttgart (2011) und Hannover (2012).

MaerzMusik in Berlin

UTOPIE [VERLOREN] bei der MaerzMusik (Foto: Maik-Schuck)

In Berlin kann man sich Mitte des Monats auf einige ungewöhnliche Klangerlebnisse freuen. "Utopia [verloren]" lautet das Motto der 9. MaerzMusik. Ein Festival für aktuelle Musik, veranstaltet von den Berliner Festspielen. Einer der Höhepunkte ist sicherlich der Auftritt der Weimarer Staatskapelle in der Berliner Philharmonie. Für das Stück "Utopia" des Schweizer Komponisten Thomas Kessler haben die Musiker sich einzeln verkabeln lassen. Jeder hat einen Laptop und Verstärker neben sich, Geräte mit denen er oder sie den Klang des eigenen Instrumentes verfremden kann. Einfach nur Geige oder Cello spielen – das war einmal!

"Das schönste Museum der Welt"

Neubau des Folkwang-Museums in Essen(Copyright: Museum Folkwang/NMFE GmbH, Foto: Wolf Haug)

Ende Januar wurde in Essen der Neubau des Museums Folkwang eröffnet. Ob das Gebäude wirklich das schönste der Welt ist, das mag jeder selbst entscheiden. Fakt ist, dass das Museum vor dem zweiten Weltkrieg eine spektakuläre Sammlung moderner und zeitgenössischer Kunst besaß. Und aus dieser Zeit stammt auch der Ausspruch: Paul J. Sachs, einer der Mitbegründer des Museum Of Modern Art in New York, soll bei einer Deutschlandreise Anfang der Dreißiger Jahre gesagt haben, das Folkwang sei das "schönste Museum der Welt". Und diesen Titel trägt nun auch die erste große Sonderausstellung im Neubau. Denn mit der Machtergreifung der Nationalsozialisten 1933 endete die Blütezeit des Museums: die Sammlung wurde zerschlagen, viele der Kunstwerke als "entartete Kunst" konfisziert. Jetzt ist die damalige Sammlung erstmals wieder rekonstruiert worden und für vier Monate den Besuchern zugänglich, vom 20. März bis zum 25. Juli 2010.

Und nicht zu vergessen ...

Mann mit schneebedeckter Mütze (Foto: dpa)

Noch ist Winter - und damit Zeit für kräftige Schneeballschlachten. In Winterberg (Sauerland) startet am 6. und 7. März die vierte Schneeballschlacht-Weltmeisterschaft. Die Regeln sind einfach: Zwei Mannschaften stehen sich gegenüber und versuchen, sich so schnell und so oft wie möglich mit Schnee zu beschmeißen. Gespielt wird zweimal drei Minuten, das Team mit den meisten Treffern gewinnt. Ganz einfach. Und wenn man Pech hat, dann sieht man danach so aus, wie der Herr auf dem Bild ...

Autorin: Petra Lambeck

Redaktion: Ramón García-Ziemsen

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