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Kultur

Der DW-Kulturkalender für März

Nach dem Berlinale-Monat Februar startet der März mit der Hochzeit des Karnevals. Ja, auch die 5. Jahreszeit ist ein Kultur-Termin. Dazu kommen wir später – denn es gibt noch viel mehr aus der Kultur in diesem Monat.

Art & Fashion: Zwischen Haut und Kleid

Von links: Christophe Coppens, Deer Cape, Dream Your Dream collection, Winter 2005 (Foto/photo: Marc Tops, Walter van Beirendonck, Green Beard, eXplicit Collection Spring/summer 2009, Foto/photo: Ronald Stoops, Maison Martin Margiela, Gilet en porceleine, Autumn/winter 1989/90/ Montage DW)

Provokante Neuinterpretationen des Systems Mode: Entwürfe von Christophe Coppens (Deer Cape), Walter van Beirendonck (Green Beard) und Maison Martin Margiela (Gilet en porceleine)


"Wenn Kunst und Mode zueinander finden, knistert es zwischen Haut und Kleid" - so bewirbt das Kunstmuseum Wolfsburg seine neue Ausstellung "Art & Fashion ". Seit Jahren präsentieren Designer ihre Modeschauen wie Kunstinstallationen oder gestalten ihre Kreationen wie Kunstwerke. Provozierende Skulpturen, könnte man meinen, wenn man die einfallsreichen Kleiderschöpfungen betrachtet. Schon häufig präsentierten die Wolfsburger das Spannungsfeld zwischen Kunst und Mode. Beispielsweise die Schau "Avantgarderobe" oder danach "Kunst und Mode von 1900 bis heute". Die Kuratoren von "Art & Fashion", José Teunissen und Annelie Lütgens, haben die Ausstellung, die bereits vor zwei Jahren in Rotterdam zu sehen war, für das Kunstmuseum Wolfsburg neu zusammengestellt. Sie öffnet am 5. März und läuft bis zum 7. August 2011.

Die Maus wird 40 ...

40 Jahre 'Sendung mit der Maus': Regisseur Christoph Biemann, die Maus, Moderator Ralph Caspers und Regisseur Armin Maiwald (von links) (Foto: dpa)

Regisseur Christoph Biemann, die Maus, Moderator Ralph Caspers und Regisseur Armin Maiwald (v.l.)



Kaum zu glauben, aber wahr: Die kleine und kluge Zeichentrick-Maus gibt es schon seit vier Jahrzehnten. Am 7. März feiert sie ihren Geburtstag. "Die Sendung mit der Maus" läuft sonntags um 11 Uhr im ARD-Fernsehen. Sie dauert 30 Minuten und wird von rund 1,6 Millionen Menschen gesehen. Mit den Lach- und Sachgeschichten erreicht sie auch viele Erwachsene, die mit der Maus groß geworden sind und mit der Sendung vieles kennenlernen konnten. Auch das, was sie sich als Kind vielleicht nie zu fragen getraut hätten. "Kinder ernst nehmen und immer nach der Methode verfahren: Es gibt keine dummen Fragen", sagte Armin Maiwald zum Erfolgsgeheimnis der Kinder- und Familienserie. Er war von Anfang an im Team um die Maus. Erfolgreich war die Sendung auch in Bezug auf Preise: Es gab mehrere Bambis, den Grimme-Preis und den Preis der UNICEF. Und noch etwas: Die Maus hat es sogar bis ins heiß umworbene Samstagabendprogramm der ARD geschafft. Im Jubiläumsjahr laufen drei Familienshows mit dem Titel "Frag doch mal die Maus".

... und Janosch wird 80

Illustration aus Janosch, Oh, wie schön ist Panama (Foto: Janosch/ Beltz & Gelberg)

Der Weg ist das Ziel: Bär, Tiger und Tigerente auf dem Weg nach Panama ...

Nein, werden viele denken, weil sie sich nicht vorstellen können, dass dieser nette ältere Herr am 11. März bereits seinen 80. Geburtstag feiern kann. Man sieht ihn persönlich sehr selten - auch im Fernsehen. Größer ist die Wahrscheinlichkeit, dass man ihm auf der Kanareninsel Teneriffa begegnet. Dort lebt er seit vielen Jahren. Von seinem Wohnort an der Küste hat er sich in die Berge zurückgezogen. Ihm scheint es lieber zu sein, wenn die Protagonisten seiner Kinderbücher im Rampenlicht stehen. Die von ihm selbst illustrierten Geschichten verkaufen sich seit vielen Jahren sehr erfolgreich. Was wäre Janoschs Kinderbuch-Klassiker "Oh, wie schön ist Panama" ohne die süße kleine Tigerente aus Holz? Oder die Tigerente ohne ihren dicken Freund Günter Kastenfrosch? Was wären Kinderzimmer ohne die Janosch-Bücher und ohne die Janosch-Plüschfiguren? Unvorstellbar!

Bücherfest in Köln und Leipzig

Schülerinnen und Schüler auf der Leipziger Buchmesse 2007 (Foto: dpa)

Buchmesse Leipzig: Willkommen in der Welt des Lesens!


Zum 11. Mal feiert die Literatur mit der lit.COLOGNE ein Fest. Vom 16. März an gibt es elf Tage lang 162 Veranstaltungen für Erwachsene und Kinder. Damit ist die lit.COLOGNE das größte Literaturfestival in Europa. Erfolgsautoren wie Orhan Pamuk, Richard David Precht, Donna Leon oder Elke Heidenreich und Roger Willemsen werden lesen, erzählen und diskutieren. Alle wollen das Eine: Literatur erlebbar machen. Und damit auch Autoren gehört werden können, die der deutschen Sprache nicht mächtig sind, übernehmen eine ganze Reihe von deutschen Schauspielen für sie das Vorlesen. Iris Berben, Katharina Thalbach oder Peter Lohmeyer machen unter anderem mit. Nicht nur Köln wirbt im März für die Literatur. Auch in Leipzig wird fleißig in Büchern geblättert. Einen Tag nach dem Start der lit.COLOGNE öffnet die Leipziger Buchmesse ihre Pforten. Ab dem 17. März zeigt die Branche Neuigkeiten auf dem Buchmarkt. Seit Jahren möchten die Veranstalter Literatur aus Südosteuropa international bekannt machen. In diesem Jahr nutzt das Schwerpunktland Serbien die Gelegenheit, seine Literatur mit zahlreichen Programmen zu präsentieren.

Deutscher Musikpreis ECHO

Jan Delay bei der ECHO-Verleihung 2010 (Foto: AP)

HipHop- und Soul-Musiker Jan Delay räumte 2010 gleich zwei ECHOs ab


Der deutsche Musiker Jan Delay wird ihn sehr mögen. Denn 2010 nahm er gleich zwei ECHOs mit nach Hause. Der Deutsche Musikpreis ist der größte Preis der deutschen Musikszene und wird am 24. März in Berlin zum 20. Mal vergeben. Wie in der Natur gibt es auch hier mehrere ECHOs, die in verschiedenen Kategorien vergeben werden. So können viele nationale und internationale Sänger und Bands auf eine Auszeichnung hoffen. Irgendwie erinnert das an die Grammy-Verleihung in den USA. Besonders wenn Pink und Shakira, Phil Collins, Robbie Williams und sogar der verstobene King of Pop unter den Nominierten sind - abgesehen von Lena und Nena, Peter Maffay und Reinhard May.

Karneval 2011

Eine als Clown verkleidete Frau im Düsseldorfer Karneval 2007 (Foto: AP)

Alaaf und Helau! In den Karnevalshochburgen wird im März die fünfte Jahreszeit gefeiert ...


"Alle Jahre wieder" könnte man sagen, wenn man dabei nicht wie selbstverständlich an Weihnachten denken würde: Karneval, Fasnacht und Fasching kommen Anfang März in die "heiße Phase", bis dann am Aschermittwoch (9. März)alles vorbei ist. An Weiberfasnacht übernehmen die weiblichen Jecken das Zepter in den Rathäusern und schneiden den Männern mit der Schere die Krawatten ab. In den Karnevalshochburgen Köln, Mainz und Düsseldorf ist dann auf Straßen und Plätzen der sprichwörtliche "Bär" los. Es wird "crossover" geküsst und geknutscht und mitunter auch noch mehr. Wer bis dahin das Glück hatte, nicht erkältet zu sein, bekommt spätestens hier einen Schnupfen ab. Wer am Rosenmontag geboren wurde, ist ganz automatisch zum Jecken im Karneval bestimmt und denkt an diesem Tag bereits an die Nubbel-Verbrennung um Null Uhr Null in der Nacht von Dienstag auf Aschermittwoch. Mit diesem Brauch wird der Karneval jäh beendet, und alle Narren sind traurig und freuen sich auf die nächste fünfte Jahreszeit.

"Alle Jahre wieder" eben …

Autor: Conny Paul

Redaktion: Claudia Unseld