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Interaktiv

"Der deutsche Handelsüberschuss ist kein Geschenk"

Diese Woche in der Userdiskussion: Deutschlands wirtschaftspolitische Rolle innerhalb der Europäischen Union und „Mit dem Gesichtsschleier durch Köln“ - ein Selbstexperiment zum Thema islamische Kleiderordnung

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Herr Barroso sollte sich zurückhalten: ohne die deutsche Bremse würde durch Europa noch viel mehr Geld zum Fenster hinaus geworfen! Was ist mit den Finanzhilfen geschehen, die fast jedes Neumitglied der EU in den ersten Jahren zur Angleichung an das bestehende Wirtschaftsniveau der Gemeinschaft erhalten hat? In fast all diesen Ländern sind die Mittel versickert, ohne dass ein Aufschwung für deren Bürger erreicht oder dauerhaft Arbeitsplätze geschaffen wurden. Der Vorwurf zum deutschen Handelsüberschuss ist ja wohl absurd, denn dieser Handelsüberschuss ist kein Geschenk, sondern wurde erwirtschaftet und ist allein dem Fleiß der Bevölkerung zu verdanken. (Hans Lauterfeld, Mexiko)

In Brüssel regieren Banausen. Die Krümmung der Gurken, die fleckenfreien Äpfel, den rumänischen Bauern wird verboten Käse zu machen und ihre Schweine im Herbst zuhause zu schlachten. Da kann man von sterben, muss aber nicht. Viel riskanter ist es, in einem Brüsseler Krankenhaus nach einer Operation an einer Infektion zu sterben oder im Brüsseler Bahnhof Midi auf einer Urinfahne auszurutschen. Aber die Brüsseler Beamten sterben nicht, es werden immer mehr. (Emil Alfter, Rumänien)

Deutschland, nicht Griechenland oder sonst wer, muss sofort aus der EU austreten. Ein derart mutiger Schritt nach vorne würde aber den eisernen Willen im Volk voraussetzen, dass wir endlich wieder eigeninnovativ nach DIN-Standard entwickeln und produzieren und nach eigenwirtschaftlichen, auf unseren Bedarf ausgerichteten, sozialgerechten, entbürokratisierten Maßgaben handeln wollen und genauso konsequent unsere Waren und Güter nach internationalen Richtlinien vertreiben können. Jedenfalls haben wir zu einer derartigen Vorwärtsbesinnung sowohl die Möglichkeiten und Fähigkeiten als auch das Facharbeiter-, Ingenieur-, Mediziner- und Forscherpotenzial. Zudem gibt es immer noch genügend Interesse an deutschen Produkten, an unserem Qualitätsverständnis und an unserer Wesensart - aber dann wieder eurofrei -oder? (Eckhard Wedereit, Deutschland)

Mit dem Gesichtsschleier durch Köln

Im Gegensatz zu islamisch kaschierten Hetzreden, denen im übrigen rechtsradikale verbale Absonderungen in keiner Weise nachstehen, versteht sich der Tschador als Bekenntnis zu einer Religion, deren Angehörigen in Deutschland laut Grundgesetz die gleichen Rechte bei der Ausübung und Darstellung wie zum Beispiel Christen und Juden gewährt werden. Der Islam ist - wie jede Religion - anfällig für machtpolitischen Missbrauch. Wenn wir begreifen, dass Terroristen fanatisierte Mörder sind, dass ihre Überzeugung und ihr Wirken nicht im Einklang mit dem Islam stehen, dann können wir den Tschador als – wortloses – religiöses Bekenntnis nicht zum Kainsmal umarbeiten. Als Kleidungsstück ist er Bestandteil Islamischer Kultur. (Dieter J. Baumgart, Deutschland)

Ich würde es bedauern, wenn wir Ländern wie Frankreich und Belgien folgen würden. Seien wir preußisch: Jedem das Seine. Durch mein Reisen und Leben in moslemischen Ländern habe ich viele Handhabungen von Bekleidungsvorschriften für Frauen vor und hinter der Haustür kennengelernt. Wir sollten diese auch hier bei uns Deutschland akzeptieren. So lange ist es doch auch bei uns gar nicht her, dass zum Beispiel meine Großmutter nie vor die Haustür trat ohne langes, schwarzes Kleid und mit einem schwarzen Kopftuch als Protestantin in Deutschland. (H.-J. Scheibe, Deutschland)

Eine in der Weise verschleierte Frau ist, trotz Begleitung, tatsächlich selten in einem Café anzutreffen. Im Übrigen: Das Resümee stimmt keinesfalls. Eine voll verschleierte Frau sei in Europa »eher selten« zu sehen. Ich lebe in Deutschland und kann das auf jeden Fall nicht bestätigen. Deutschland ist zwar nur ein kleiner Teil Europas, doch – je nach Quartier – sieht das hier sehr anders aus. (K. Becker, Deutschland)

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