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Fußball

Der Countdown läuft

Die letzten 100 Tage vor der Fußball-Weltmeisterschaft in Südafrika haben begonnen. Im letzten wirklich ernsthaften Test vor der WM 2010 spielt die deutsche Nationalmannschaft am Mittwoch in München gegen Argentinien.

Die Suche nach dem WM-Kader. Das Logo zur Fussball-WM 2010 in Südafrika. (Foto: ???)

Argentiniens Nationalcoach Maradona (Foto: dpa)

Nationalcoach Maradona wird Argentinien Dampf machen

Die Zeit drängt. Es sind nur noch rund 100 Tage bis das Fußball-Spektakel in Südafrika beginnt. Vom 11. Juni bis 11. Juli wird sich zeigen, ob Joachim Löw und sein Trainerstab die richtige Mannschaft zusammengestellt haben. Jetzt gilt es sie zu finden. Dazu kommt am Mittwoch die Nationalmannschaft Argentiniens in die Fußball-Arena nach München. Es ist der letzte wirklich ernsthafte Test vor der WM 2010, denn nach dem Klassiker gegen das Team von Trainer Diego Maradona fehlt es mit Malta, Ungarn und Bosnien-Herzegowina an namhaften Gegnern. So ist auch schon jetzt die erste Personalentscheidung im deutschen Team getroffen worden. Torwarttrainer Andy Köpke gab bekannt, was man in der sportlichen Führungsetage beschlossen hatte: "Rene Adler wird am Mittwoch im Tor stehen. Das heißt natürlich auch, dass er die Nase vorn hat und zwar auch aufgrund der entscheidenden schweren Qualifikationsspiele gegen Russland die er gemacht hat." Deshalb sei es dann auch klar, dass Rene jetzt gegen Argentinien spiele, betonte Köpke.

Adler bleibt gewohnt cool

Rene Adler, die neue Nummer eins im deutschen Tor. (Foto: apn/Uwe Lein)

Rene Adler, die neue Nummer eins im deutschen Tor

Rene Adler also ist ab sofort ganz offiziell Deutschlands Ballfänger Nummer eins. Der Leverkusener bekam den Vorzug vor dem Schalker Manuel Neuer und dem Bremer Tim Wiese. Alle drei aber sind fest eingeplant für die Südafrika-Mission. Aus den bisherigen Kontrahenten um den Stammplatz im deutschen Tor muss nun ein Team werden. Andy Köpke gibt die Richtung vor: "Wir haben das vollste Vertrauen in unsere drei Torhüter. Aber natürlich besonders das Vertrauen in Rene Adler." Damit rückt der 25-Jährige schon nach nur acht Länderspielen in eine Reihe mit deutschen Torwart-Größen wie Toni Turek, Sepp Maier, Toni Schumacher, Oliver Kahn und Jens Lehmann. Für große Aufregung sorgt das bei Rene Adler allerdings nicht: "Dass das jetzt irgendwie eine besondere Drucksituation ist, dass ich mir aufgrund von großen Namen aus der Vergangenheit besonderen Druck auferlege, das ist nicht der Fall und ich arbeite auch daran, dass ich mal ein großer Name werde." Der etatmäßige Keeper von Bayer Leverkusen lässt keinen Zweifel daran dass er weiß worauf es im Hinblick auf die WM ankommt: "Zu allererst ist das eine sehr, sehr große Herausforderung. Die Torhüterposition ist eine ganz besondere." Er versuche natürlich dazu beizutragen, dass man ein großes Turnier spiele, ergänzte Adler.

Das Spielerkarussell dreht sich

Bundestrainer Joachim Löw (Foto: AP/Michael Sohn)

Bundestrainer Löw auf der Suche nach dem Erfolgskader

Die Partie gegen Argentinien ist ein wichtiger Baustein auf dem Weg zu einer erfolgreichen WM. In München gilt es zu testen, denn unter den Feldspielern ist bei insgesamt 25 eingeladenen Akteuren das Gerangel um einen Startplatz gegen das Team von Diego Maradona sehr groß. Entsprechend formuliert Bundestrainer Joachim Löw das Ziel für Mittwoch so: "Zum jetzigen Zeitpunkt ist es wichtig, dass man Erkenntnisse gewinnt über einzelne Spieler. Ich als Trainer muss jetzt den Spagat finden zwischen die Mannschaft einspielen lassen und den ein oder anderen Spieler nochmals zu testen, um zu sehen, zu was er denn bei einem Turnier fähig ist." Turnierfähigkeit und Teamfähigkeit herauszufinden, das also steht gegen Argentinien im Vordergrund, denn die Feinabstimmung in der Auswahl der Feldspieler beginnt erst jetzt richtig. Der Druck ist groß unter den potentiellen WM-Fahrern. Der für das Turnier gesetzte Bayern-Profi Philipp Lahm formuliert das so: "Man muss sich immer empfehlen und das in erster Linie auch in der Bundesliga. Wer da Leistung bringt kommt auch zur Nationalmannschaft und das Länderspiel ist natürlich ein Fingerzeig für alle."

Nur keine Niederlage

Was aber nicht heißen soll, dass der Ausgang des Testspiels gegen Argentinien völlig egal ist. Denn mit einem guten Resultat gegen den zweimaligen Weltmeister soll eine positive WM-Stimmung gesichert werden. Was im anderen Fall passieren kann, hatte Philipp Lahm fast genau vor vier Jahren schon miterlebt. Nach dem blamablen 1:4 am 1. März 2006 in Florenz gegen Italien gerieten der damalige Bundestrainer Jürgen Klinsmann und sein Team in heftige Turbulenzen. Eine solche Unruhe wolle man sich jetzt ersparen, betonte Lahm.

Autor: Calle Kops

Redaktion: Wolfgang van Kann

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