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Fußball

Der Charaktertest

Ein Sieg im zweiten Gruppenspiel gegen Finnland ist für das junge DFB-Team Pflicht. Qualitativ hat die Mannschaft in der Partie zuvor gegen Spanien überzeugt – nur an der mangelnden Torausbeute muss sich etwas ändern.

Klappt es diesmal mit einem Tor? Dejagah bei einer der vielen Torchancen im Spiel gegen Spanien. +++(c) dpa - Bildfunk+++

Klappt's diesmal mit einem Tor? Dejagah

Die Stars kicken beim Confederations-Cup in Südafrika, doch die Zukunft spielt in Schweden – bei der U21-Europameisterschaft. Die jungen Fußball-Talente sind begehrt, deshalb tummeln sich dort derzeit Spielbeobachter, Trainer und Manager aus ganz Europa. Über 60 Fußballclubs haben ihre Scouts in die EM-Spielorte Malmö, Halmstad, Helsingborg und Göteborg entsandt. Und auch der Deutsche Fußball-Bund (DFB) ist prominent vertreten: Bundestrainer Joachim Löw ist ebenso vor Ort wie eine 24-köpfige Gruppe des derzeitigen DFB-Trainerlehrgangs mit Stuttgarts Chefcoach Markus Babbel. Und Oliver Bierhoff ist natürlich auch dabei. "Das gehört sicherlich zur Pflicht der Vereine, dieses Turnier zu beobachten und zu verfolgen", meint der Nationalmannschafts-Manager.

Truppe oder Mannschaft

Ist optimistisch für das Spiel gegen Finnland. Trainer Hrubesch. +++(c) dpa - Report+++

Optimistisch: Hrubesch

Bei der deutschen U21 werden vor allem die fünf Spieler aufmerksam beobachtet, die bereits im A-Kader spielen: Torwart Manuel Neuer, Abwehrspieler Andreas Beck und die drei Mittelfeldspieler Mesut Özil, Marko Marin und Sami Khedira. Beim ersten Gruppenspiel gegen Spanien (0:0) haben aber nicht nur diese fünf, sondern die ganze Mannschaft spielerisch überzeugt. Nach anfänglichen Startschwierigkeiten war das deutsche Team in der zweiten Halbzeit die bessere Mannschaft. Mit einem Unentschieden gegen den Turnierfavoriten ist Trainer Horst Hrubesch auch zufrieden – nur die Verwertung der vielen, vielen Torchancen war ungenügend. "Wir müssen uns Gedanken machen, wie wir besser ins Offensivspiel finden", sagt Kapitän Sami Khedira. Zwei Tore in vier Spielen hat die deutsche U21 in diesem Jahr erst erzielt.

Der Schütze der beiden Treffer, der Duisburger Sandro Wagner, wird am Donnerstag beim zweiten Gruppenspiel gegen Finnland voraussichtlich wieder nicht in der Startelf stehen - obwohl der Einsatz von Özil noch ungewiss ist. Der Bremer hat Rückenprobleme. Für ihn würde womöglich Änis Ben-Hatira ins Team rücken. "Es macht keinen Sinn, Aktionismus zu betreiben und etwas zu ändern", meint Hrubesch. "Wir haben gegen Spanien viele Chancen rausgespielt und wir werden auch gegen Finnland zu Chancen kommen. Und dann wird der Knoten zwangsläufig platzen." DFB-Direktor Matthias Sammer appelliert an die jungen Spieler: "Das Spiel wird nun ein Charaktertest. Dort kann die junge Truppe zeigen, ob sie eine Truppe bleibt oder tatsächlich schon das Prädikat Mannschaft verdient."

Finnland hat gegen England überraschend stark gespielt. +++(c) dpa - Report+++

Überraschend stark: Finnland (l.)

Obwohl die Finnen um den bulligen Bundesliga Stürmer Berat Sadik (Armina Bielefeld) beim 1:2 gegen England zum Auftakt überraschend stark spielten, ist Deutschland in dieser Partie Favorit. Vorausgesetzt, die DFB-Elf trifft endlich mal wieder das Tor und geht nicht zu überheblich in das Spiel. Am kommenden Montag trifft die deutsche U21 dann noch im letzten Gruppenspiel auf England. Um ins Halbfinale zu kommen, muss Deutschland mindestens Zweiter werden.

Die voraussichtliche Aufstellung der deutschen U21

Neuer (Schalke 04) - Beck (1899 Hoffenheim), Jerome Boateng

(Hamburger SV), Höwedes (Schalke 04), Schmelzer (Borussia Dortmund)

- Khedira (VfB Stuttgart), Aogo (Hamburger SV) - Castro (Bayer

Leverkusen) oder Ebert (Hertha BSC Berlin), Marin (Borussia

Mönchengladbach) - Dejagah (VfL Wolfsburg), Özil (Werder Bremen)

(sf/to/sid/dpa)

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