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Champions League

Der Blick geht nach vorne

Borussia Dortmund scheidet in Monaco aus der Champions League aus. Damit endet eine ereignisreiche Woche für den BVB. Die ganze Aufmerksamkeit gilt nun der Bundesliga und einem Topspiel in München

Der Wind pfiff durch die Straßen vor dem Stade Louis II in Monaco. Es war schon spät geworden als Thomas Tuchel den Mannschaftsbus von Borussia Dortmund bestieg. Zuvor hatte der BVB-Trainer noch ausgiebig über die Niederlage gegen die AS Monaco gesprochen und die verspätete Abfahrt des Busses vor dem Spiel kritisiert. "Vorsichtig ausgedrückt, war das Verhalten sehr unglücklich", sagte Tuchel. "Wir wussten nicht, was los war. Diese Viertelstunde sorgte dafür, dass wir nicht an Fußball denken konnten, obwohl wir eigentlich gut auf das Spiel vorbereitet waren."

Die monegassische Polizei hatte den BVB-Bus vor dem Spiel nicht zum Stadion losfahren lassen. "Wir wussten nicht warum, es war unbegründet und so etwas beeinflusst natürlich auch den Rhythmus von uns vor so einem Spiel", sagte Marco Reus. Bei dem einen oder anderen Profi wurden nur wenige Tage nach dem Anschlag auf den BVBdie Erinnerungen wieder wach. Als Ausrede oder Erklärung für die Niederlage gegen Monaco wollte dies aber niemand gelten lassen. "Die verspätete Abfahrt hat keine Rolle gespielt", erklärte Kapitän Marcel Schmelzer.

Champions League AS Monaco vs. Borussia Dortmund (picture-alliance/dpa/B. Thissen)

Trainer Tuchel tröstet Aubameyang nach dem Spiel

"Bin stolz Teil der Mannschaft zu sein"

Die Niederlage tat weh, das war in den Gesichtern der Spieler, aber auch der Verantworltichen um Geschäftsführer Hans-Joachim Watzke unschwer zu erkennen. Dabei hatte der BVB alles getan, um das "Wunder" von Monaco zu schaffen. Selbst der durch den Bombenanschlag verletzte Marc Bartra wurde eingeflogen und hielt vor dem Anpfiff eine emotionale Rede in der Dortmunder Kabine. Es half nichts. "Ich glaube, wir haben uns zu sehr auf das Toreschießen konzentriert und dadurch das Toreverhindern vernachlässigt", analysierte Torwart Roman Bürki. "Trotzdem bin ich sehr stolz ein Teil von dieser Mannschaft zu sein."

"Die Bayern haben mehr Druck"

Durchschnaufen kann der BVB nach dem Aus in der Königsklasse nicht. Bereits am Samstag trifft die Tuchel-Elf auf Borussia Mönchengladbach und danach geht es nach München zum Halbfinale im DFB-Pokal. Es ist eine entscheidende Woche, die der Mannschaft aus Dortmund nun bevorsteht. "Ich glaube, dass der Druck für die Bayern wesentlich größer ist als für uns", glaubt Schmelzer.

Teamkollege Marco Reus ergänzte: "Natürlich ist es das Ziel, in München ins DFB-Pokal-Finale einzuziehen. Dazu brauchen wir aber natürlich ein bisschen mehr Mut und Selbstvertrauen, aber dann haben wir alle Chancen." Für Thomas Tuchel und sein Trainerteam wird es nun darum gehen, die Mannschaft aufzurichten, ihnen genau dieses Selbstvertrauen zurückzugeben.

Platz drei ist das Ziel

Ein besonderer Fokus liegt für den BVB nun aber erst einmal auf der Bundesliga. Ein Punkt Abstand hat der BVB auf die TSG Hoffenheim, die momentan den dritten Platz belegen. "Jeder von uns hat den Anspruch, auch im nächsten Jahr wieder Champions League zu spielen, deswegen ist es ganz gut, dass es jetzt direkt weitergeht", sagte Schmelzer und ergänzte: "Wir wollen am Ende der Saison den dritten Platz."

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