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Hintergrund

Der Ball im Netz

'Wichtig is im Netz': Ohne Internetseite ist das Fußballgeschäft heute nicht mehr vorstellbar - als direkter Draht zur zahlenden Kundschaft.

Screenshot der Homepage des FC Schalke 04

Blau und weiß, wie lieb ich dich: Schalke ist Meister im Netz

Mit der Meisterschaft wurde es ja auch nach 49 Jahren wieder nichts, aber immerhin digital liegt Schalke vorn: Bei einem Vergleichstest eines Göttinger Beratungsunternehmens gewannen die Schalker mit ihrer Webseite in Sachen Aktualität, Umfang und Nutzerfreundlichkeit die Meisterschaft - vor dem VfB Stuttgart und Werder Bremen.

Schalke war schon vor gut zehn Jahren online. Heute gibt es keinen Verein mehr, der auf diese Kommunikationsplattform verzichten könnte. Zu wichtig ist der direkte, schnelle Draht zu den Fans geworden. Auch in der Sommerpause werden die Seiten von den Fans intensiv genutzt. Informationen zum Dauerkartenverkauf, zu Spielertransfers oder Testspielen finden sich dort ebenso wie Gleichgesinnte zum diskutieren, ob der neue Stürmer denn nun Fußballgott oder Windei ist.

Fans warten auf News im Netz

Schalke 04 verzeichnet nach eigenen Angaben etwa 20 Millionen Seitenzugriffe im Monat. Daran wird die Bedeutung von "schalke04.de" für den Verein deutlich, erklärt Pressechef Gerd Voss: "Wir können unmittelbar mit den Fans kommunizieren. Und wir sehen an den Reaktionen, wie wichtig das für die Fans ist. Viele haben uns als Startseite, gehen mehrmals am Tag drauf, um neue Infos zu finden."

Unterschiede gibt es zwischen den Bundesligisten beim Aufwand, den sie für den eigenen Internetauftritt betreiben. Während sich bei Schalke vier hauseigene Redakteure um die Inhalte kümmern und zwei Computerspezialisten für die technische Umsetzung sorgen, geht DFB-Pokalsieger 1. FC Nürnberg einen anderen Weg. Eine Medienagentur aus Köln erledigt für "fcn.de" als externer Dienstleister einen Großteil der redaktionellen und die gesamte technische Arbeit.

Nürnbergs Vereinssprecher Martin Haltermann steht mit der Agentur in ständigem Telefon- und Mailkontakt. So kann er auch keinen Qualitätsunterschied mit anderen Seiten ausmachen: "Ich glaube, wir sind sehr glaubwürdig bei den Fans. Sie warten zum Beispiel bei Medienspekulationen um Spielerwechsel immer auf eine Bestätigung auf unserer Seite."

Besonders wichtig: der Service-Bereiche

Die Inhalte auf den Seiten der 18 Bundesligavereine ähneln sich: So gibt es bei allen Klubs ausführliche Vor- und Nachberichte zu den Spielen, Infos über das Stadion, einen großen Bereich für die Fans und natürlich Onlineshops mit Eintrittskarten und Fanartikeln.

Vereine wie der FC Schalke 04, der Hamburger SV, Borussia Dortmund oder Energie Cottbus haben auch kostenpflichtige Angebote auf ihren Seiten. Dort können die Fans zum Beispiel Fernsehmaterial wie Spielzusammenfassungen oder exklusive Interviews mit Spielern und Trainern abrufen.

Fankurve im Netz

Um zumindest die Online-Meisterschaft zu verteidigen, ist bei Schalke schon die ein oder andere Neuigkeit für die Seite geplant, verrät Gerd Voss: "Wir werden im Sommer 'Schalke Community' gründen - einen Club für die Fans, den sie selbst gestalten können. Wir wollen die Nutzer noch aktiver an unserem Internetauftritt beteiligen."

Beim Ligarivalen VfL Wolfsburg zeigt diese Art der Fanbindung schon erste Erfolge: Seit etwa vier Monaten gibt es auf der Homepage der "Wölfe" eine kostenfreie Community. Rund 4000 Fans haben sich schon angemeldet.

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