1. Inhalt
  2. Navigation
  3. Weitere Inhalte
  4. Metanavigation
  5. Suche
  6. Choose from 30 Languages

Wirtschaft

Der Börsenstart von Fiat Chrysler

Das Wall-Street-Debut des weltweit siebtgrößten Autobauers ließ sich gut an: Die Autoaktie legte bei Börsenstart überraschend zu. Fiat-Chrysler-Papiere sollen aber weiterhin auch in Mailand gehandelt werden.

Die Aktien von Fiat Chrysler haben am Montag ein solides Debüt an der New Yorker Börse gefeiert. Der erste Kurs lag bei neun Dollar, zeitweise kletterte er bis auf 9,55 Dollar. Im Vormittagshandel an der Wall Street wechselte das Papier dann zu 8,88 Dollar den Besitzer. Dies entspricht in Dollar umgerechnet einem Plus von mehr als zwei Prozent im Vergleich zum letzten Kurs von Freitagabend in Mailand.

Weil Investoren eine Konjunkturabkühlung fürchten, waren die Kurse zuletzt nicht nur an der Wall Street kräftig gefallen. Die meisten Experten waren daher davon ausgegangen, dass ein glanzvolles Debüt in diesem Umfeld schwierig wird.

Lieber international als italienisch

Fiat-Chrysler-Chef Sergio Marchionne hat sich zum Ziel gesetzt, dass mehr als die Hälfte der Aktien des fusionierten Konzerns in Amerika gehandelt werden sollen. Das Unternehmen will nicht mehr als rein italienisch wahrgenommen werden. Mit dem Gang nach New York sollen die internationalen Ambitionen unterstrichen werden. "Die Hälfte unseres Auto-Absatzes machen wir in den USA", sagte Marchionne. "Ich will, dass das ein in den USA gelistetes Unternehmen ist."

Fiat übernahm 2009 die Kontrolle über Chrysler, nachdem der traditionsreiche US-Hersteller in der Weltwirtschaftskrise mit staatlichen Mitteln aufgefangen wurde. Das neue Unternehmen Fiat Chrysler Automobiles (FCA) ist nun nach niederländischem Recht organisiert. Sitz ist aus steuerlichen Gründen London. Das operative Geschäft wird von Turin und Detroit aus gesteuert. Der Absatz soll sich in den kommenden Jahren auf sieben Millionen Wagen erhöhen, was einem Zuwachs von 60 Prozent entsprechen würde. Der Nettogewinn soll sich bis 2018 verfünffachen - auf dann 5,5 Milliarden Euro.