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Kultur

Der Allround-Standard

Ungeachtet der anhaltenden Wirtschaftskrise in der IT-Branche schreitet die Entwicklung der XML-Technik zügig voran.

XML - die Extensible Markup Language - beschreibt die inhaltliche Struktur von elektronischen Dokumenten aller Art. Damit gilt XML als globaler Standard für die Verteilung von Informationen im Internet und für die Nutzung von
Online-Datenbanken.

Die SGML-Familie

XML gehört ebenso wie HTML (Hypertext Markup Language), dem Standardformat von Web-Seiten, zu den so genannten Dokumentbeschreibungs- oder auch Auszeichnungssprachen. XML ist also keine Programmiersprache. Die Kennzeichnung des Formats als "extensible" bedeutet, dass XML erweiterbar ist - die Technik lässt sich an vielfältige Bedürfnisse anpassen. So gibt es XML-Spezifikationen für die Mathematik, die Chemie oder auch für Zeitungsartikel.

Die Arbeit an XML begann 1996 in der Absicht, die Inhalte von Web-Seiten eindeutiger zu kennzeichnen. Der Standard wurde am 10. Februar 1998 vom World-Wide-Web-Konsortium (W3C) verabschiedet und im Internet veröffentlicht.

Sowohl HTML als auch XML beruhen auf der bereits 1986 entstandenen Standard Generalized Markup Language (SGML), die aus einem umfangreichen Satz von Anweisungen für Formate von Dokumenten besteht. XML ist im wesentlichen eine vereinfachte und auf die Erfordernisse im Internet zugeschnittene Ausgabe von SGML.

Die Struktur entscheidet

Auf den ersten Blick ist der Einstieg in die XML-Welt sehr
verwirrend. Eine Vielzahl technischer Abkürzungen erschwert den raschen Zugang. Dabei ist die Sache eigentlich ganz einfach. Man muss sich nur klar machen, dass XML den eigentlichen Inhalt eines Dokuments von der Art seiner Darstellung trennt. Und dass jedes XML-Dokument nach einer eindeutigen Beschreibung seiner Struktur verlangt - dies ist dann die so genannte Dokumententypdefinition (DTD) oder das Schema.

Die in solchen Dateien festgelegten Strukturelemente können Überschrift und Absätze eines Zeitungsartikels, Spalten und Zeilen einer Tabelle oder die Felder einer Datenbank sein.

Sind erst einmal eine DTD oder ein Schema erstellt - beide
unterscheiden sich nach Art der Darstellung und Leistungstiefe - können auf dieser Grundlage beliebige XML-Dokumente erstellt werden, die das Strukturgerüst mit Inhalt füllen.

Wie HTML arbeitet auch XML mit so genannten Tags, den spitzen Klammern mit Anweisungen für die Behandlung von Daten. Im Unterschied zu HTML können bei XML jederzeit eigene Tags definiert werden.

Als Ergänzung zu XML kümmert sich die Formatvorlagentechnik XSL (Extensible Stylesheet Language) um die optische Darstellung von XML-Dokumenten. Darüber hinaus gibt es zahlreiche weitere Techniken und Verfahren, die an XML anknüpfen.

WWW-Links

  • Datum 10.11.2002
  • Autorin/Autor kas
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  • Permalink http://p.dw.com/p/2p6I
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