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Reise

Denkmalschutz für Berliner U-Bahnhöfe

Sieben Bahnhöfe der Linie U7 wurden als Zeugnisse der Nachkriegsmoderne in die Denkmalliste aufgenommen. Damit sind nun 88 von insgesamt 173 Berliner U-Bahnhöfen denkmalgeschützt.

Gemeinsam mit der Chefin der Berliner Verkehrsbetriebe (BVG) Sigrid Nikutta und dem Leiter des Landesdenkmalamts Jörg Haspel hatte der Berliner Kultursenator Klaus Lederer zur Eröffnung in die U7-Station Paulsternstraße geladen.

"Man sollte mit offenen Augen U-Bahn fahren und den öffentlichen Raum bewusst wahrnehmen", sagte Lederer. "Unser vielfältiges baukulturelles Erbe kann alt oder jung, modern oder postmodern sein - oder auch alltagstauglich, wie die jetzt denkmalgeschützten Bahnhöfe der U7 zeigen." Ab sofort kann jeder mit einem Ticket für 2,80 Euro per U-Bahn zu einem zweistündigen Sightseeing in die Postmoderne starten. 

Deutschland U-Paulsternstraße, Wandfliesen am Ende (BVG/Jörg Pawlitzke)

Unter Denkmalschutz: Berliner U-Bahnstation Paulsternstraße

Rainer Gerhard Rümmler (1929-2004) hat die sieben Bahnhöfe entworfen: Rathaus Spandau, Altstadt Spandau, Zitadelle, Haselhorst, Paulsternstraße, Rohrdamm und Siemensdamm. Er habe sich bei der Gestaltung an den oberirdischen Gegebenheiten orientiert, erzählt Haspel. So habe ihn zum Beispiel die Erzählung über einen Gastwirt namens Paul Stern zur floralen Gestaltung der Paulsternstraße inspiriert.

Bildergalerie Endbahnhof Kate Seabrook Berlin Fotografin (Kate Seabrook)

Unter Denkmalschutz: Berliner U-Bahnstation Rohrdamm

Rümmler ist ein bedeutender Vertreter der Postmoderne und der Pop-Architektur. Als Referatsleiter für Bauentwurf des Senats trieb er den Ausbau der U-Bahn in West-Berlin maßgeblich voran. Über die sieben Bahnhöfe hinaus gestaltete er weitere U-Bahnstationen in Berlin. Auch bei diesen werde nun überprüft, ob sie unter Denkmalschutz gestellt werden können, sagte Haspel.

Ende 2016 wurden an der Linie U7 schon der U-Bahnhof Fehrbelliner Platz und an der Kreuzung von U3 und U9 der Umsteigebahnhof Schloßstraße unter Denkmalschutz gestellt.

Für die Nutzer der BVG hat der neue Status der Stationen keine Folgen. Auch Umbauten, um beispielsweise Aufzüge einzubauen und Bahnhöfe barrierefrei zu machen, seien in Absprache mit dem Denkmalamt möglich, versicherte der Bauleiter der BVG, Uwe Kutscher.

Die Linie U7 hat 40 Stationen und ist mit 31,8 Kilometern die längste Berliner U-Bahn-Linie. Sie verläuft von Spandau über Neukölln nach Rudow.

is/ks (dpa, rbb, www.bvg.de, www.berlin.de)

 

 

 

 

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