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Ostmitteleuropa

Denkmal für polnisch-stämmige Opfer des Stalinismus in Sibirien enthüllt

Warschau, 27.8.2003, PAP, poln.

Im sibirischen Dorf Polosowo im Gebiet Tomsk ist am Dienstag (26.8.) feierlich ein Denkmal zu Ehren dort lebender Polen enthüllt worden, die Ende der dreißiger Jahre den stalinistischen Repressalien zum Opfer fielen. An der feierlichen Enthüllung des vier Meter hohen steinernen Kreuzes mit den Namen der Ermordeten nahmen Vertreter der in dem Gebiet lebenden Polen, der Generalkonsul der Republik Polen in Moskau, Tomasz Kaminski, sowie Abgeordnete des polnischen Sejm teil.

Das Dorf Polosowo war eine der zahlreichen Ende des 19./Anfang des 20. Jahrhunderts von Polen besiedelten Orte. Zu Beginn des Jahres 1938 fanden dort kollektive Verhaftungen von Männern durch den NKWD statt. Insgesamt wurden 33 Menschen festgenommen und später erschossen.

Die verhafteten Bewohner starben zusammen mit Tausenden anderen im Sitz des NKWD in dem Ort Kolpaschewo, etwa 300 Kilometer von Tomsk entfernt. Sie wurden dort in Massengräbern bestattet.

Ein ähnliches Schicksal ereilte die Bewohner eines weiteren polnischen Dorfes - Bialystok am Ob. Schätzungen zufolge sind 20 Prozent der 1,1 Millionen Bewohner des Tomsker Gebietes polnischer Abstammung. Auf der offiziellen sowjetischen Liste der Völker dieses Gebiets von 1989 tauchten die Polen gar nicht auf und die genauen Ergebnisse der Zählung vom vergangenen Jahr sind noch nicht veröffentlicht worden. (TS)

  • Datum 28.08.2003
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  • Permalink http://p.dw.com/p/41B5
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