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Politik

"Den Gefangenen im Iran eine Stimme geben"

Aus Protest gegen die iranische Regierung und ihr Vorgehen gegen Demonstranten haben in Berlin etwa 60 Iraner einen dreitägigen Hungerstreik begonnen. DW-WORLD.DE sprach mit einer Teilnehmerin.

Teilnehmerin des Hungestreiks: Mojded Arassi (Foto: DW)

Mojded Arassi war in den 80er-Jahren selbst politische Gefangene im Iran

DW-WORLD.DE: Was ist das Hauptziel des Hungerstreiks?

Mojedeh Arassi: Wir fordern die sofortige Freilassung der politischen Gefangenen und der in den letzten Wochen Inhaftierten sowie die Abschaffung von Folter und Todesstrafe im Iran.

Wer ist Initiator der Aktion?

Teilnehmer des Hungerstreiks vor dem Brandenburger Tor (Foto: DW)

Prominenter Ort: Der Hungerstreik findet vor dem Brandenburger Tor statt

Der Hungerstreik wurde von ehemaligen politischen Gefangenen aus dem Iran ins Leben gerufen. Und das ist das Besondere: Wir werden hier von unseren eigenen Erfahrungen reden. Damit können wir den Gefangenen und Folteropfern im Iran, die jetzt keine öffentliche Stimme haben, eine Stimme geben. Denn wir wissen als ehemalige Betroffene genau, was diese jetzt durchmachen müssen, was in den Gefängnissen geschieht.

Warum machen Sie diese Aktion gerade jetzt?

Im Iran passiert gerade sehr viel mehr, als man zum Beispiel hier in Deutschland mitbekommt. Tausende kamen ins Gefängnis, viele wurden getötet. Deshalb ist es wichtig, jetzt darauf aufmerksam zu machen.

Haben Sie Unterstützer für den Hungerstreik?

Mehr als 120 Organisationen aus aller Welt, Prominente wie Noam Chomsky, Schriftsteller und Politiker aus Deutschland unterstützen unsere Aktion.

Mojedeh Arassi stammt aus dem Iran und wurde dort mit 19 Jahren für acht Jahre aus politischen Gründen inhaftiert. Sie gehört zu den Teilnehmern des Hungerstreiks in Berlin

Die Fragen stellte Shahram Islami

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