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EU

Demonstration für Flüchtlinge in Spanien

Pro oder contra Flüchtlinge - in vielen Hauptstädten hat sich inzwischen die Solidarität mit den Migranten durchgesetzt. Wobei es Ausländerfeindlichkeit weiterhin gibt. In Madrid setzten die Menschen nun ein Zeichen.

Tausende Menschen haben in Madrid für die Aufnahme von Flüchtlingen demonstriert. "Kein Mensch ist illegal", skandierte die Menge bei dem Protestzug in der spanischen Hauptstadt. Auf Transparenten und Schildern war unter anderem zu lesen: "Brücken, keine Mauern." Oder: "Genug Ausreden, keine Barrieren."

Die Demonstranten zeigten sich enttäuscht über die schleppende Verteilung von 160.000 Flüchtlingen in der EU und forderten die Regierung auf, ihren Verpflichtungen zur Aufnahme von mehr als 17.000 Migranten nachzukommen. Zu der Demonstration aufgerufen hatten mehrere Nichtregierungsorganisationen, darunter Amnesty International.

Der Widerstand

Die EU-Innenminister hatten im September 2015 gegen den Widerstand mehrerer osteuropäischer Länder die Umverteilung von 120.000 Asylbewerbern beschlossen, die mehrheitlich aus Syrien, Eritrea oder dem Irak stammen. Sie sollten bis September 2017 nach einem Quotensystem von Italien und Griechenland aus in andere Mitgliedstaaten gebracht werden. Zuvor hatten sich einige Mitgliedstaaten freiwillig verpflichtet, 40.000 Flüchtlinge aufzunehmen.

Symbolbild Flüchtlinge Italien Salerno (picture-alliance/dpa/M. Amoruso/Pacific Press via ZUMA Wire)

Wohin mit den Menschen, die zum Beispiel hier im italienischen Salerno ankommen?

Die Zahlen der EU-Kommission

Doch der Prozess kommt nicht voran: Nach jüngsten Zahlen der EU-Kommission wurden bisher von den insgesamt 160.000 Flüchtlingen nur 20.869 auf andere EU-Staaten verteilt.

ml/ust (afp, foxnews)