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Aktuell Afrika

Demonstranten stürmen US-Botschaft in Sanaa

Erst der Angriff auf das US-Konsulat in Bengasi in Libyen, dann Proteste in Kairo, und jetzt sind hunderte Demonstranten gewaltsam in das US-Konsulat im Jemen eingedrungen.

Aufgebrachte Muslime haben Autoreifen angezündet und sind durch das Haupttor des Gebäudes der US-Botschaft in Sanaa eingedrungen. Es ist ihnen allerdings nicht gelungen, bis ins Innere des Bürogebäudes zu gelangen. Auf dem Gelände holten sie die US-Flagge ein und verbrannten sie.

Das amerikanische Konsulat wird schwer bewacht, doch die Sicherheitsleute konnten die Protestierenden nicht zurückdrängen, obwohl sie mehrmals in die Luft geschossen haben. Mehrere Menschen sollen verletzt worden sein, berichten lokale Medien. Aber wieviele es genau sind, wissen die Behörden nicht.

Wütende Ägypter gehen auf die Straße

Auch in Kairo dauern die Proteste an. Nach Zusammenstößen mit der Polizei harrt ein harter Kern von Demonstranten vor der US-Botschaft aus. Die Muslimbruderschaft, der auch Präsident Mohamed Mursi angehört, hat für Freitag zu neuen Demonstrationen aufgerufen.

Video ansehen 01:30

US-Botschafter in Bengasi getötet

Sicherheitsmaßnahmen verschärft

Die Krawalle richten sich gegen ein islamfeindliches Video, das in den USA produziert wurde. Darin wird der Prophet Mohammed als Frauenheld und Bösewicht dargestellt. Fromme Muslime empfinden das als Blasphemie. In der libyschen Stadt Bengasi haben Bewaffnete am Dienstagabend das US-Konsulat angegriffen und den amerikanischen Botschafter und drei amerikanische Mitarbeiter getötet.

Die USA haben daraufhin weltweit die Sicherheitsmaßnahmen für ihre Konsulate verstärkt. Vor der Botschaft in der philippinischen Hauptstadt Manila patrouillieren Wachen und Polizeisonderkräfte mit Sturmgewehren.

cd/rb (dpa, dapd, afp, rtr)

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