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USA

Demonstranten fordern Veröffentlichung von Trumps Steuererklärung

US-Präsident Donald Trump will seine Steuererklärung nicht offenlegen - obwohl es in seinem Amt gängige Praxis ist. Am "Steuertag" gingen in mehreren US-Städten Tausende wegen seiner Weigerung auf die Straße.

In Washington versammelten sich am Samstag mehrere tausend Menschen vor dem Kapitol und zogen in einem langen Demonstrationszug über die Pennsylvania Avenue. Als sie das Trump-Hotel passierten, skandierten sie die Parole " Schande". Auf mitgeführten Schildern hieß es unter anderem "Was versteckst Du?" (Artikelbild).

In New York gingen ebenfalls tausende Menschen auf die Straße. Proteste gab es zudem in Philadelphia, Boston, Seattle, San Francisco, Los Angeles und anderen Städten.

New York Anti Trump Protest (Getty Images/S. Keith)

Trump-Gegner in New York

In der kalifornischen Stadt Berkeley kam es zu Rangeleien zwischen Trump-Anhängern und -Gegnern. Die Polizei nahm Medienberichten zufolge mindestens 14 Menschen fest.

Offenlegung ist Tradition

Die Demonstrationen fanden am sogenannten "Steuertag" statt: der 15. April ist jährlich der Stichtag, bis zu dem Amerikaner ihre Steuererklärungen abgeben müssen. In diesem Jahr haben die Bürger allerdings bis zum 18. April Zeit - wegen des Wochenendes und dem Osterfeiertag am Montag.

 USA Berkeley Trump Anhänger vs Gegner Gewalt (Reuters/S. Lam)

Eskalation in Berkeley

In den USA ist es seit Jahrzehnten Tradition, dass Präsidentschaftskandidaten und Präsidenten ihre Steuererklärungen offenlegen, auch wenn sie dazu nicht verpflichtet sind. Seit Richard Nixon tat dies jeder aussichtsreiche Präsidentschaftskandidat schon vor der Wahl. Donald Trump hatte diesen Schritt im Wahlkampf verweigert.

Verdacht gegen Trump

Damals argumentiert er, dass er seine Steuererklärung wegen einer seit Jahren laufenden behördlichen Prüfung nicht veröffentlichen könne. Später machten seine Mitarbeiter aber klar, dass der Multimilliardär generell nicht an eine Veröffentlichung denke. Das hat bei Kritikern den Verdacht genährt, dass der Ex-Immobilienmogul etwas zu verbergen habe, so zum Beispiel Teile seiner Geschäftsverbindungen.

rk/fab (dpa, afp)

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