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Aktuell Europa

Dem Sturmtief "Elon" folgt "Felix"

Eine Sturmserie zieht derzeit über Mitteleuropa hinweg und hat bereits erheblichen Sachschaden verursacht. Schiffs-, Flug- und Bahnverkehr sind beeinträchtigt. Wahrscheinlich kamen auch zwei Menschen ums Leben.

Ein Bad im aufgewühlten Meer im englischen Seebad Brighton kostete die beiden Männer wohl das Leben. Wie die britische Küstenwache mitteilte, besteht keine Hoffnung, dass sie lebend gefunden werden könnten. Eine Gruppe von vier Männern war laut Medien am späten Freitagabend am berühmten Brighton Pier ins Wasser gegangen. Zwei schafften es an den Strand zurück und schlugen Alarm.

"Elon" stoppt Ozeanriesen

In Schottland kappten starke Stürme die Stromversorgung von etwa 100.000 Menschen. Im Hafen von Rotterdam wurde das längste Containerschiff der Welt durch "Elon" ausgebremst. Die Premieren-Ankunft der "Globe" der China Shipping Container Lines, die im vorigen Jahr fertiggestellt wurde, musste wegen des Sturms abgesagt werden. Der 400 Meter lange Ozeanriese, der mit bis zu 19.100 Standarcontainern beladen werden kann, soll am Sonntag grünes Licht für die Einfahrt bekommen. Auf dem Amsterdamer Flughafen Schiphol kam es zu Verzögerungen bei Starts und Landungen. Insgesamt kamen die Küstenprovinzen der Niederlande aber glimpflich davon.

Das Containerschiff Globe (Bild: imago/Xinhua)

Musste in der Werft bleiben: das Containerschiff Globe

Zugverbindungen unterbrochen

In Tschechien fuhr ein Schnellzug bei Zelezna Ruda (Markt Eisenstein) auf einen umgestürzten Baum. Verletzt wurde niemand. Auch in Deutschland sorgte der Sturm für schwere Störungen im Bahnverkehr. Die ICE-Strecken von Berlin, Hannover und Bremen nach Hamburg sowie zahlreiche Regionalverbindungen waren zeitweise unterbrochen. Andernorts behinderten umgestürzte Bäume und abgerissene Oberleitungen den Verkehr.

Bayern meldet erste Überschwemmungen

Für die kommenden Tage prognostiziert der Deutsche Wetterdienst (DWD) wieder Sturmfluten. Die ersten Vorboten des Tiefs "Felix" erreichten Sturmböen der Windstärken 10 und 11. Bayern meldet bereits Überschwemmungen nachdem etliche Flüsse nach starkem Regen über die Ufer getreten sind. Orkane sind im Januar nichts Ungewöhnliches für Deutschland, wie der DWD betont. Eigentlich sind sie sogar "typisch", weil die Temperaturunterschiede zwischen den Polen und den Tropen zu dieser Jahreszeit am größten sind. Durch den Ausgleich entstehen starke Tiefdruckgebiete, die warme Luft von der Äquatorregion zu den Polen schieben und dabei Deutschland streifen. Deswegen wird es bei Sturmwetter auch so warm. Später zieht dann kalte Luft nach - aber nicht vor Ende der kommenden Woche, wie die Wetterfrösche prognostizieren.

uh/cr (dpa, afp)