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Deutschland

"Dein Freund" Nicolas

Noch vor der Bekanntgabe des offiziellen Wahlergebnisses trafen schon die ersten Glückwünsche für die alte und neue Kanzlerin aus dem Ausland ein. Vorneweg: der französische Präsident Nicolas Sarkozy.

Angela Merkel und Nicolas Sarkozy in Brüssel (Foto: AP)

Angela Merkel und Nicolas Sarkozy bleiben sich nahe

Der französische Präsident Nicolas Sarkozy war der erste ausländische Staatschef, der sich öffentlich zum Wahlergebnis äußerte. Er wünsche ihr "vollen Erfolg bei der großen Aufgabe, die die Deutschen Ihnen zum zweiten Male anvertrauen", schrieb Sarkozy am Sonntag (27.09.2009) an die Bundeskanzlerin. "Ich weiß, dass Sie wie ich eine noch stärkere französisch-deutsche Verständigung im Dienste eines Europas wollen, das angesichts der großen weltweiten und regionalen Herausforderungen, angesichts des Klimawandels, angesichts der Wirtschafts- und Finanzkrise handelt." Er freue sich, dabei auf Merkels Engagement zählen zu können, schrieb Sarkozy. Unter das Gratulationsschreiben setzte er ein handschriftliches "Dein Freund".

Anruf aus Washington

Obama telefoniert (Foto: AP)

Congratulation, Angela

Auch der US-Präsident gratulierte noch am Sonntag. Barack Obama habe Merkel am Telefon zur Wiederwahl beglückwünscht, teilte das Weiße Haus in Washington mit. In dem Gespräch hätten beide darin übereingestimmt, dass sich mit der "Wahl einer starken deutschen Regierung unsere Zusammenarbeit weiter verstärken und vertiefen" werde. Der Präsident freue sich auf die Fortsetzung der engen Zusammenarbeit, um die gemeinsamen Herausforderungen der nächsten Jahre anzugehen, hieß es.

Freude auf Fortsetzung

Brown küsst Merkel (Foto: AP)

Auch Gordon Brown gratulierte der Kanzlerin

Der britische Premierminister Gordon Brown von der Labour-Partei steht Merkel traditionell nicht so nahe wie die konservativen europäischen Regierungschefs, trotzdem gratulierte er Merkel noch am Sonntag zu ihrem Wahlsieg. "Er freut sich auf eine Fortsetzung der engen Arbeitsbeziehung", sagte eine Sprecherin Browns. Er übermittelte Merkel seine "allerherzlichsten Glückwünsche".

Auch sie Christdemokraten im Europaparlament haben schon gratuliert. Die schwarz-gelbe Koalition könne "einen wichtigen wirtschaftlichen und politischen Impuls für die Europäische Union als Ganzes liefern", heißt es in einer Erklärung des EVP-Fraktionsvorsitzenden Joseph Daul vom Sonntagabend in Brüssel. Die deutschen Wähler hätten auch klargemacht, "dass Deutschland weiter seinen Teil zur europäischen Integration beitragen sollte". Die EVP stellt mit 265 von 736 Abgeordneten die größte Fraktion im Europäischen Parlament.

Merkel ein "strahlender Stern"

Schwedens Ministerpräsident Fredrik Reinfeldt wertet den Sieg des bürgerlichen Lagers bei den Bundestagswahlen als "Auflösung einer Zwangsehe" zwischen CDU/CSU und SPD sowie als Votum für Reformen. Der konservative Regierungschef meinte am Montag in Stockholm im Rundfunksender SR: "Die Deutschen haben eine Reformregierung gewählt, die die wirtschaftliche Konkurrenzkraft des Landes stärken wird."

Entscheidend für den Wahlausgang sei Kanzlerin Angela Merkel als "einer der am stärksten strahlenden Sterne in Europa" gewesen, sagte Reinfeldt weiter. Über ihre Qualitäten meinte der Schwede: "Sie denkt nicht an Prestige, ist immer gut vorbereitet, kann zuhören und lässt sich nie in eine Ecke drängen." Merkel könne nun zusammen mit der FDP "ihr bürgerliches Profil deutlicher herausstellen". (sam/wa/je/afp/dpa)

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