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Sport

Deibler verfehlt Medaille

Noch keine Medaille für die deutschen Beckenschwimmer bei den Weltmeisterschaften in Barcelona: Schmetterlings-Spezialist Steffen Deibler wird über 50 Meter knapp Sechster.

Steffen Deibler (R) of Germany shakes hands with Eugene Godsoe of the USA after the men's 50m Butterfly final of the swimming event of the 15th FINA Swimming World Championships at Palau Sant Jordi Arena in Barcelona, Spain, 29 July 2013. Foto: David Ebener/dpa

Schwimmen Weltmeisterschaft Steffen Deibler

Einen Tag nach der ernüchternden Freistil-Staffel um Britta Steffen gab es bei der Schwimm-WM in Barcelona schon nach dem Vorlauf Tränen: Sieben deutsche Starter waren am Morgen an den Start gegangen, doch nur Clemens Rapp überstand den Vorlauf. Er schied jedoch im Halbfinale über 200 Meter Freistil aus. Somit schaffte es nur Steffen Deibler bei insgesamt 14 deutschen Einzelstarts an den ersten beiden Wettkampftagen in das Finale.

Zu seiner ersten WM-Medaille fehlten ihm vor den Augen von Rekord-Olympiasieger Michael Phelps nur 17 Hundertstel, doch der deutsche Hoffnungsträger nahm es gelassen. "Natürlich hätte ich gerne diese Leuchte an meinem Startblock gesehen. Aber ich habe gezeigt, dass ich gut drauf bin", sagte der 26-Jährige nach seinem Rennen, das der brasilianische Titelverteidiger Cesar Cielo für sich entschied. Deiblers deutscher Rekord von 23,02 Sekunden aus dem Halbfinale hätte sogar zu Silber gereicht.

Enttäuschung wie bei Olympia droht

Das deutsche Team erlebt im Palau Sant Jordi ein Déjà-vu: Deibler sorgt wie vor einem Jahr bei Olympia für die Glanzlichter, die anderen schwimmen hinterher. Von Leistungen wie die der erst 16 Jahre alten Olympiasiegerin Meilutyte, die im Halbfinale über 100 Meter Brust in 1:04,35 Minuten den ersten Weltrekord der Titelkämpfe erzielte, können die DSV-Athleten nur träumen.

Es droht in der Breite ein ähnliches Debakel wie bei Olympia. "Das ist das gleiche Spiel wie letztes Jahr", sagte Deibler. Das erklärte Ziel des neuen Bundestrainers Henning Lambertz, dass 70 Prozent der Athleten ihre Leistungen von der Deutschen Meisterschaft im April steigern sollen, ist praktisch schon nicht mehr zu erreichen. Nach zwei Tagen liegt die Quote bei 14 Prozent. Als offizielles Ziel hatte der Deutsche Schwimm-Verband (DSV) drei bis vier Medaillen und zehn Finalteilnahmen im Becken formuliert. Doch nach dem Startverzicht von Weltrekordlerin Britta Steffen über 50 Meter Freistil gibt es neben Deibler kaum noch realistische Chancen auf Edelmetall.

Die Medaillen machten am zweiten Tag andere Nationen unter sich aus. Jeweils in Weltjahresbestzeit triumphierten der Australier Christian Sprenger (100 Meter Brust), die Schwedin Sarah Sjöström (100 Meter Schmetterling) und die Ungarin Katinka Hosszu (200 Meter Lagen).

of (sid, dpa)