1. Inhalt
  2. Navigation
  3. Weitere Inhalte
  4. Metanavigation
  5. Suche
  6. Choose from 30 Languages

Unwetter

"Debbie" richtet Chaos in Australien an

Mit Windgeschwindigkeiten von bis zu 260 Stundenkilometern ist der Zyklon "Debbie" in Australien auf Land getroffen. Zehntausende Häuser haben keinen Strom mehr, Metereologen befürchten starke Überschwemmungen.

Video ansehen 00:27

Wirbelsturm wütet im Nordosten Australiens

Gegen 12.00 Uhr Ortszeit (04.00 Uhr MESZ) erreichte Wirbelsturm "Debbie" den Nordosten des Landes. Bilder zeigten demolierte Häuser und umgeknickte Bäume im Bundesstaat Queensland. Etwa 45.000 Menschen hätten keinen Strom, sagte die Premierministerin von Queensland, Annastacia Palaszczuk, lokalen Medien. Eine umstürzende Mauer verletzte einen Menschen laut Polizei schwer.

"Lage verschlimmert sich"

"Dies ist ein sehr zerstörerischer Sturm", sagte der Polizeichef des nordöstlichen Bundesstaates, Ian Steward. Man habe mit vielen Gemeinden wegen der Stromausfälle keinen Kontakt. Daher müsse man sich auf weitere Verletzte und womöglich Tote einstellen. Queensland erklärte 600 Kilometer entlang der Küste zum Gefahrengebiet. Mehr als 400 Schulen und Kindergärten blieben geschlossen, ebenso zwei Flughäfen. 25.000 Menschen verließen aus Furcht vor dem Zyklon ihre Häuser.

Australien Bowen, Zyklon Debbie (picture-alliance/AP Photo/AuBC )

Auch in Bowen herrscht Ausnahmezustand

Australiens Premierminister Malcolm Turnbull sagte, die Lage in den betroffenen Gebieten verschlimmere sich rapide. Die Regierung habe einen Katastrophenschutzplan aktiviert. Die Streitkräfte hätten eine Taskforce eingerichtete und Tausende Soldaten sowie Rettungspersonal seien bereits zum Einsatz oder stünden bereit. Palaszczuk rief alle Anwohner auf, ihre Unterkunft innerhalb der nächsten zwölf Stunden nicht mehr zu verlassen.

Der Sturm bewegte sich nach Angaben der Wetterbehörden langsamer vorwärts als ursprünglich erwartet. Im Laufe des Tages und am Abend werde er sich landeinwärts bewegen. Es werde erwartet, dass er sich abschwächt, allerdings sei weiter mit starkem Regen zu rechnen. Vielerorts könne dies zu Hochwasser führen.

"Bäume tanzen Disco"

Zuvor hatte der Sturm bereits auf den Whitsunday-Inseln, einem beliebten Urlaubsziel vor der Küste, zahlreiche Dächer abgedeckt und Bäume aus der Erde gerissen. Der Bürgermeister von Whitsunday, Andrew Wilcox, sagte: "Die Bäume sehen aus, als ob sie Disco tanzen." Ein anderer Anwohner, John Collins, sagte: "Es hört sich an, als ob ein Jumbo-Jet auf meinem Dach geparkt hat und jetzt gerade starten will."

rk/stu (afp, dpa, ap, rtre)

Die Redaktion empfiehlt

Audio und Video zum Thema