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Eishockey

DEB-Team zum Siegen verdammt

Auf dem Weg ins Viertelfinale holt die deutsche Eishockey-Nationalmannschaft überlebenswichtige Punkte. Das Team von Trainer Marco Sturm bezwingt Italien und darf in dieser Heim-WM weiter hoffen.

Eishockey-WM: Italien - Deutschland (Picture alliance/dpa/M. Skolimowska)

Pflichtsieg des DEB-Teams

Dieser dritte Sieg im sechsten WM-Spiel ist mehr als überfällig! Gegen das Tabellen-Schlusslicht Italien gewinnt das DEB-Team mit 4:1 und rappelt sich nach der unglücklichen Niederlage gegen Dänemark wieder auf.

"Die Erleichterung ist groß, wir haben ein super Spiel abgeliefert und uns diesen Sieg verdient", sagte Torschütze Christian Ehrhoff. "Das ist gut für unser Selbstvertrauen vor dem entscheidenden Spiel. Für solche Aufgaben spielt man Eishockey."

Kraftvoller, mutiger und überlegen zeigte sich die deutsche Eishockey-Nationalmannschaft - nicht zuletzt vielleicht wegen des NHL-Stars Leon Draisaitl. Der 21-Jährige Kölner, erst am Morgen aus Kanada eingeflogen, verstärkt nach dem Aus in den NHL-Playoffs die deutsche Eishockey-Nationalmannschaft. 

Ehrhoff: "Unglaublich, was der Junge drauf hat!"

Draisaitl war es auch, der das erste Tor vorbereitete. Der Kölner Christian Ehrhoff (4.), der Mannheimer Matthias Plachta (19.) sowie die Münchner Yannic Seidenberg (23.) und Dominik Kahun (26.) erzielten die Treffer für die Auswahl des Deutschen Eishockey-Bundes. Für den sieglosen Tabellenletzten Italien traf Michele Marchetti (5.).

Hoffnungsträger Draisaitl war erst am Morgen in Frankfurt gelandet - nach neun Stunden Flug mit Jetlag, wie er zugab. "Keine Ausreden, ich bin gekommen, um dem Team zu helfen. Das werde ich probieren", sagte der Stürmer. Schon zuvor hatte er angekündigt, dass er in diesem Fall zur WM in seiner Heimatstadt kommen werde. " Ich bin in Köln groß geworden", sagte er, "auch für mich ist das etwas ganz, ganz Besonderes."

Eishockey-WM: Italien - Deutschland (Picture alliance/dpa/M. Skolimowska)

Mit Draisaitl ins Viertelfinale

Und der Jungstar drückte dem Spiel sofort seinen Stempel auf. Seinen genialen Pass nutzte Ehrhoff zur frühen Führung. Er gewann alle Bullys im ersten Drittel und half der verunsicherten deutschen Mannschaft auf die Beine.

Besonders große Probleme hatte Torwart Danny aus den Birken. Der Münchner, der schon beim 2:3 nach Verlängerung gegen Dänemark am Vorabend nicht gut ausgesehen hatte, ließ bei einem harmlosen Schuss von Marchetti den Puck zum Ausgleich durch die Beine rutschen. Plachtas Überzahltor kurz vor Drittelende beruhigte die Nerven.

Jetzt wartet das Endspiel

Nach den Treffern von Yannic Seidenberg und Kahun war die Nervosität dann endgültig verflogen. Auch aus den Birken wurde ruhiger und sicherer. Draisaitl zeigte immer wieder seine unglaubliche Spielübersicht und setzte seine Sturmkollegen Brooks Macek und Plachta in Szene. Nicht nur das: Er versuchte es auch mit einem Solo, scheiterte jedoch an Torwart Andreas Bernard. Den Wirbel um seine Person versuche er auszublenden, sagte Draisaitl. "Ich spiele immer noch für Deutschland und nicht für mich selbst".

Am Dienstag fällt endgültig die Entscheidung um den Einzug in die Ko-Runden. Im letzten Vorrundenspiel dieser Heim-WM muss die deutsche Eishockey-Nationalmannschaft dann im Endspiel gegen Lettland ran. Dann auch mit NHL-Star Philipp Grubauer im Tor.

ml/kle (sid, dpa)

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