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Aktuell Asien

De Maizière: Wir hoffen auf Hilfe Pakistans

Der deutsche Verteidigungsminister versuchte in Islamabad für gute Stimmung zu sorgen: Ohne Pakistan werde es keine friedliche Lösung in Afghanistan geben, betonte De Maizière gegenüber seinem Kollegen Qamar.

Zum Auftakt seines Kurzbesuchs in Pakistan stellte sich der Bundesverteidigungsminister schützend vor seine Gastgeber: Es sei von außen "sehr, sehr leicht", Pakistan zu mehr Engagement im Kampf gegen den Terror aufzufordern, gab sich Thomas De Maizière in Islamabad versöhnlich. Es sei nicht seine Aufgabe, dessen Rolle im Anti-Terror-Einsatz insbesondere im Grenzgebiet zu Afghanistan zu bewerten.

Der CDU-Politiker erinnerte daran, dass Pakistan immerhin ja "über tausend Soldaten in diesem Kampf in den letzten Jahren verloren hat". Auch führe jeder Angriff auf Terroristen "zu einem Anschlag im eigenen Land". De Maizière fügte bei seinen Gesprächen mit seinem pakistanischen Kollegen Syed Naveed Qamar verständnisvoll hinzu: "Ich möchte nicht in der Haut der politischen oder militärischen Führung Pakistans in dieser Frage stecken".

Gegen Taliban und Al Kaida

Am Donnerstag besuchte De Maizière das Swattal im Norden des Landes. Der Verteidigungsminister bezeichnete den zuvor geheim gehaltenen Besuch als "eine große Geste des pakistanischen Militärs". Sie führt in ein Gebiet, das zeitweise von Taliban und anderen moslemischen Extremisten kontrolliert wurde, bis diese im Jahr 2009 in einer Großoperation vom pakistanischen Militär verdrängt wurden.

Afghanische Extremisten nutzen das unwegsame Terrain zwischen beiden Ländern häufig als Rückzugsraum, aber auch in Pakistan selbst sind Taliban und das Terrornetzwerk Al Kaida ernste Bedrohungen.

Minister Thomas De Maiziere mit einem Soldaten auf einem Außenposten in Afghanistan (foto: reuters)

De Maizière auf einem Außenposten in Afghanistan

De Maizière war nach seinem Besuch bei der Bundeswehr in Afghanistan zu der Visite nach Islamabad weitergereist. Afghanistan brauche neben militärischer auch politische Sicherheit "und es wird sie nur geben, wenn Afghanistan und Pakistan ihre Beziehungen verbessern", sagte der Minister.

Man habe sich angenähert, auch wenn es zwischen Islamabad und Kabul gerade jetzt "ein bisschen Irritationen" zu geben scheine. Die wechselseitigen Beziehungen seien seit langem kompliziert und "wir Deutschen in der Mitte Europas wissen, wie kompliziert Beziehungen sein können".

SC/wa (afp, dpa)