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Aktuell Deutschland

De Maizière warnt vor Falschinfos in sozialen Medien

In Krisensituationen werden soziale Netzwerke zu wichtigen Informationsquellen. Allerdings werden auch Gerüchte und Falschmeldungen verbreitet. Der Bundesinnenminister warnt nun die Trittbrettfahrer.

Ressortchef Thomas de Maizière (Archivbild) appelliert an die Bürger, die Arbeiten von Rettungskräften nicht durch Falschinformationen in sozialen Netzwerken zu behindern. Der CDU-Politiker sagte den Zeitungen der Funke-Mediengruppe, dass sich zahlreiche Meldungen über weitere Schießereien in München als falsch herausgestellt und die Polizei in erheblichem Umfang beschäftigt hätten. Das Internet übe einen Beschleunigungseffekt für Gerüchte und Falschmeldungen aus, kritisierte der Innenminister.

De Maizière verwies in dem Interview auf das deutsche Strafrecht, das den Missbrauch von Notrufen und die Behinderungen von Rettungsmaßnahmen unter Strafe stelle. Er bezog sich ausdrücklich auf den Amoklauf von München am vergangenen Freitag; das Interview wurde vor dem Anschlag in Ansbach geführt.

Den Sicherheitsbehörden Auffälligkeiten melden

De Maizière rief die Bürger dazu auf, die Sicherheitsbehörden zu unterstützen. Es sei angebracht, im Falle besorgniserregender Entwicklungen "vielleicht auch den Sicherheitsbehörden mal einen Hinweis" zu geben.

Der Amoklauf in München hatte am Freitagabend in der Stadt für mehrere Stunden Panik ausgelöst. Als Täter wurde ein 18-jähriger Deutsch-Iraner identifiziert.

pv/sti (afp, dpa)

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