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Aktuell Afrika

De Maizière sagt Mali Unterstützung zu

Verteidigungsminister de Maizière ist in Mali - unter anderem, um den Standort der geplanten EU-Ausbildungsmission zu inspizieren. Deutschland will sich mit bis zu 330 Soldaten am Mali-Einsatz beteiligen.

Bundesverteidigungsminister Thomas de Maizière (CDU) hat bei seinem Besuch in Mali die Verantwortung der Regierung des westafrikanischen Landes betont. Auf Dauer werde es in Mali nur dann eine gute Entwicklung geben, "wenn die malischen Streitkräfte selbst die Sicherheit in die Hand nehmen", sagte de Maizière nach einem Treffen mit dem Übergangspräsidenten Dioncounda Traoré in der Hauptstadt Bamako. Erforderlich dazu sei aber auch ein Prozess der politischen Versöhnung. Für Juli sind Wahlen in dem westafrikanischen Land geplant.

De Maizière mahnte zudem Geduld bei den internationalen Bemühungen für eine Befriedung des Landes an. "Das ist eine gewaltige Aufgabe, die langen Atem braucht." Dien EU-Ausbildungsmission für die desolate malische Armee sei zwar auf 15 Monate angelegt. Ob es aber dabei bleibt, sei vom Erfolg der Mission abhängig. Deutschland werde Mali "so lange wie nötig" unterstützen.

Truppenbesuch ohne Truppe

Anschließend reiste de Maizière in die Stadt Koulikoro weiter. Dort wird sich die Bundeswehr ab kommendem Monat an einer Ausbildungsmission der Europäischen Union für Malis Streitkräfte beteiligen. Insgesamt stellt Deutschland für den Einsatz bis zu 330 Soldaten zur Verfügung. Die Kleinstadt Koulikoro liegt außerhalb der gegenwärtigen Kampfgebiete, etwa 60 Kilometer von Bamako entfernt. Die Bundeswehr soll vor allem bei der Ausbildung von Pionieren für die malische Armee helfen. Außerdem baut sie ein Feldlazarett auf.

In Mali kämpfen französische Truppen seit Beginn des Jahres mit Unterstützung afrikanischer Einheiten gegen islamistische Rebellen. Die Bundeswehr leistet mit vier Flugzeugen bereits logistische Unterstützung. Dazu sind im Nachbarland Senegal derzeit etwa 90 deutsche Soldaten stationiert, die beim Auftanken frnzösischer kampf- und Transportflugzeuge helfen.

Derzeit unterstütze die Bundeswehr die westafrikanischen Staaten und Frankreich im Kampf gegen die Islamisten, sagte der Minister weiter. In Zukunft könne es eine UN-Mission sein, wie sie von afrikanischen Staaten gewünscht werde. Dabei sei an eine Truppenstärke von bis zu 10.000 Mann gedacht.

gmf/jh/gri/GD (dpa, afp)

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