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Wirtschaft

DAX unter Druck

Die deutschen Aktien haben den Handel am Freitag mit zum Teil herben Verlusten beendet. Vor allem Aktien aus dem Technologie-, Medien- und Telekomsektor standen unter Druck.

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Allzeit-Tief für die Telekom

Hinzu kamen schwache Vorgaben von der Wall Street und der Nasdaq. In den USA hatten schwächer als erwartet ausgefallene Arbeitsmarktdaten auf die Kurse gedrückt. Auch das Wachstumstempo der Geschäftstätigkeit im amerikanischen Dienstleistungssektor hat sich nach Daten des Institute for Supply Management im April stärker als von Analysten erwartet verlangsamt. Alles in Allem verlor der DAX zum Wochenschluss knapp 82 Punkte oder 1,7 Prozent auf 4.882 Zähler, und der Nemax 50 Index am Neuen Markt gab 25 Punkte oder drei Prozent ab auf 818 Zähler.

Nach wie vor wurde der DAX von der Deutschen Telekom belastet, die schon am Vortag knapp sieben Prozent eingebüßt hatten. Am Freitag markierte die Aktie mit einem neuerlichen Minus von 6,7 Prozent auf 12,80 Euro ein neues Allzeittief. Die Bewertung der T-Aktie war in jüngster Zeit mehrfach von Investmentbanken heruntergestuft worden. Die Papiere der europäischen Telekom-Konkurrenten gaben ebenfalls nach, nachdem der europaweit größte Mobilfunk-Konzern Vodafone die Gewinnprognosen für seine deutsche Tochter D2 und die italienische Tochter Omnitel gesenkt hatte. Vodafone brachen um rund zehn Prozent ein. Betroffen sind auch die Zulieferer der Telekombranche, wie etwa der Handyschalen- Hersteller Balda, dessen Aktie im NEMAX 50 um knapp sieben Prozent auf 4,92 Euro abgegeben hat.

Unter Druck standen auch die Technologiewerte der Siemens-Familie. Während Siemens selbst mit einem Minus von 2,2 Prozent davon kam, verloren Epcos 8,2 und Infineon 10,7 Prozent. Auch SAP, die schon am Vortag mit 7,3 Prozent die größten Verlierer waren, konnten mit minus 2,3 Prozent keinen Boden gut machen, obwohl der Konzern am Morgen seine Umsatz- und Ergebnisprognosen bekräftigt hatte.

Am Rentenmarkt fiel Rentenmarktindex REX um 0,25 Prozent auf 111,54 Punkte (Donnerstag: 111,82). Der Bund Future stieg um 0,1 Prozent auf 105,73 Punkte an. Die Umlaufrendite stellte die Bundesbank bei 5,04 (Donnerstag: 4,99) Prozent fest, fünf Stellen höher als am Donnerstag. Die Europäische Zentralbank (EZB) setzte den Referenzkurs des Euro bei 0,9083 (Donnerstag: 0,9032) US-Dollar erneut höher fest. Der Doller kostet somit 1,1010 (1,1072) Euro.

Hier die Schlusskurse der 30 deutschen Standardwerte, diese Angaben - wie auch alles andere - wie immer ohne Gewähr:

DAX-Werte Kurs Veränderung

adidas-Salomon 82,07 (+ 1,57)

Allianz 252,53 (- 2,97)

BASF 46,14 (- 0,71)

Bayer 35,87 (- 0,61)

HypoVereinsbank 38,82 (- 0,68)

BMW 44,25 (- 0,70)

Commerzbank 19,59 (- 0,20)

DaimlerChrysler 51,21 (- 0,93)

Degussa 33,96 (+ 0,26)

Deutsche Bank 75,75 (+ 1,25)

Deutsche Post 14,67 (- 0,13)

Deutsche Telekom 12,80 (- 0,92)

E.ON AG 57,19 (- 0,40)

EPCOS 40,60 (- 3,64)

Fresenius Med. Care 62,40 (+ 0,40)

Henkel 74,95 (+ 2,13)

Infineon Techno 17,72 (- 2,13)

Linde 52,58 (- 0,39)

Lufthansa 16,90 (- 0,10)

MAN 26,33 (+ 0,03)

Metro 35,72 (- 0,67)

MLP 60,62 (- 3,85)

Münchener Rück 266,30 (- 1,60)

Preussag 29,23 (- 0,19)

RWE 41,60 (- 0,23)

SAP 130,90 (- 3,10)

Schering 66,50 (+ 0,30)

Siemens 65,09 (- 1,46)

ThyssenKrupp 16,60 (- 0,20)

VW 54,29 (+ 0,49)

Die Referenzkurse der wichtigsten Devisen, ermittelt von der Europäischen Zentralbank:

Ein Euro kostete am Freitag 90,83 US-Cent oder 0,6192 brit. Pfund oder 1 Franken 45 48 oder 115, 55 japanische Yen

  • Datum 03.05.2002
  • Autorin/Autor Rolf Wenkel
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  • Permalink http://p.dw.com/p/29JQ
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