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Wirtschaft

DAX und Nemax zum Wochenende mit leichten Verlusten

Im Gefolge nachgebender US-Börsen hat der deutsche Aktienmarkt am Freitag schwächer geschlossen. US-Konjunkturdaten konnten die Kurse nicht stützen.

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Skyline von Frankfurt am Main mit Ignatz-Bubis-Brücke

Der Deutsche Aktienindex DAX verlor 0,2 Prozent und beendete die Woche mit 5097 Punkten. Der NEMAX-50-Index am Neuen Markt gab ebenfalls ab, das Minus betrug hier 0,3 Prozent auf 1152 Zähler.

Händler sprachen von kleineren Gewinnmitnahmen bei einem eher schwachen Handel. Andere Börsianer bezeichneten die Kursentwicklung insgesamt als wenig aussagekräftig, da angesichts der geringen Umsätze schon kleinere Orders zu deutlichen Kursbewegungen führten. Dadurch sei auch zu erklären, dass besser als erwartet ausgefallene
US-Konjunkturdaten zu Kursverlusten und schlechte Zahlen zu Gewinnen geführt hätten.

Größte Kursverlierer waren die Titel der Deutschen Telekom, die sich um fast drei Prozent verbilligten. Händlern zufolge litt die T-Aktie unter einer Herabstufung der Kreditwürdigkeit des Konkurrenten France Telecom durch die Rating-Agentur Moody's.

Auch die Aktie des Heidelberger Finanzdienstleisters MLP mußte Verluste hinnehmen. Das Papier verlor über ein Prozent, obwohl MLP-Vorstandschef Bernhard Termühlen Gerüchten über angebliche Unstimmigkeiten in der Bilanzierung seines Unternehmens entgegen getreten war.

Ein Dementi gab es auch bei der Deutschen Post. Die Bild-Zeitung hatte berichtet, die Post habe jahrelang von ihren Geschäftskunden unrechtmäßtig Mehrwertsteuer in Millionenhöhe kassiert. Die Post erklärte daraufhin, das mit der Mehrwertsteuer habe alles seine Ordnung gehabt, der Zeitungsbericht sei "blanker Unsinn". Die Aktie pendelte danach um die Null-Linie und schloß fast unverändert.

Die Commerzbank wird am Montag nächster Woche Geschäftszahlen vorlegen. Obwohl das Geldhaus im dritten Quartal rote Zahlen geschrieben hatte, scheinen die Anleger hier optimistisch. Die Aktie legte am Freitag um ein Prozent zu.

Der Autohersteller Chrysler hat im Januar in den USA knapp neun Prozent weniger Autos verkauft als im Vorjahresmonat. Die Aktie von DaimlerChrysler gab daraufhin knapp ein Prozent nach.

An der DAX-Spitze stand das Papier des Gase-Spezialisten und Anlagenbauers Linde. Am Tag nach der Vorlage von Geschäftszahlen legte die Aktie über drei Prozent zu.

Am Rentenmarkt gab der Richtung weisende Bund-Future um 0,3 Prozent auf 107,59 Punkte nach. Der Rentenmark-Index Rex verlor 0,1 Prozent auf 112,67 Zähler. Die Umlaufrendite betrug unverändert 4,79 Prozent.

Die Schlußkurse der 30 DAX-Werte (in Euro, ohne Gewähr):

Wertpapier Kurs Veränderung

Adidas-Salomon 79,33 0,34
Allianz 258,30 -3,20
BASF 44,95 -0,04
Bayer 37,38 0,20
Bay. HypoVereinsbank 35,95 0,36
BMW 42,41 -0,44
Commerzbank 19,28 0,21
DaimlerChrysler 46,55 -0,35
Degussa 32,21 -0,72
Deutsche Bank 72,58 0,46
Deutsche Post 14,92 0,01
Deutsche Telekom 16,65 -0,50
E.ON 59,48 0,06
Epcos 45,69 -0,15
Fresenius Medical Care 64,90 -0,50
Henkel 65,20 0,67
Infineon Technologies 24,79 -0,22
Linde 51,60 1,60
Lufthansa 17,00 0,02
MAN 26,87 0,27
Metro 38,10 0,48
MLP 67,30 -0,76
Münchener Rück 274,00 -2,00
Preussag 34,80 0,70
RWE 43,80 0,53
SAP 162,80 0,80
Schering 66,00 1,16
Siemens 69,28 0,73
ThyssenKrupp 16,77 0,42
VW 55,21 -0,29


Die Referenzkurse der Europäischen Zentralbank für einige Devisen:
Ein Euro entspricht:

0,8632 US-Dollar
115,66 jap. Yen
0,6100 brit. Pfund

  • Datum 01.02.2002
  • Autorin/Autor Andreas Becker
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  • Permalink http://p.dw.com/p/1oiJ
  • Datum 01.02.2002
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