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Wirtschaft

DAX nach schwachen US-Konjunkturzahlen im Minus

Der Deutsche Aktienindex (DAX) ist am Mittwoch (31.7.02) nach Bekanntgabe unerwartet schwacher US-Konjunkturzahlen ins Minus gerutscht.

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Keine gute Stimmung in New York

Das Bruttoinlandsprodukt der USA ist im zweiten Quartal weniger stark gestiegen als Analysten vorausgesagt hatten. Wenig später wurde noch der Einkaufsmanager-Index veröffentlicht, der ebenfalls schlechter als erwartet ausfiel. Eine Gewinnwarnung des Versicherers Allianz gab dem DAX dann den Rest, er schloss, nachdem er am Mittag noch mit
60 Punkten im Plus gestanden hatte, bei 3.700 Punkten, ein Minus von 179 Zählern oder 4,6 Prozent. Der NEMAX 50 fiel um knapp 15 Punkte oder 2,7 Prozent auf 543 Zähler.

Allianz, Epcos und Fresenius hießen am Mittwoch die größten Verlierer. Allianz hatte gegen 19.15 Uhr deutscher Zeit, eine dreiviertel Stunde vor Börsenschluss, überraschend eine Gewinnwarnung herausgegeben, die den DAX zusätzlich nach unten zog, das Papier selbst verlor 11,5 Prozent auf 145 Euro. Epcos meldete einen Gewinneinbruch im dritten Quartal und kündigte den Abbau weiterer Stellen an, das Papier verlor 9,6 Prozent.

Fresenius schließlich leidet immer noch unter den unerwartet schlechten Zahlen, die der Konzern am Vortag veröffentlicht hatte, das Papier verlor 11,9 Prozent. Auch beim Chemiekonzern Bayer, der am Donnerstag seine Halbjahresbilanz vorstellt, ahnen die Anleger nichts Gutes, das Papier verlor acht Prozent.

Im Plus dagegen die Aktie der Lufthansa. Das Papier legte mit einem Plus von zwei Prozent auf 12,20 Euro zu, nachdem der Konzern überraschend die Gewinnprognose für das Gesamtjahr um 100 Millionen Euro angehoben hat.

Auch die METRO-Aktie lag im Plus mit 1,2 Prozent, und das trotz gesunkener Gewinne im ersten Halbjahr. Der Rückgang war wegen der lahmenden Konjunktur erwartet worden, sagten Händler, außerdem bekräftigt der Konzern seine Gewinnprognose für das Gesamtjahr.

Am Rentenmarkt stieg der REX um 0,05 Prozent auf 113,75 Punkte. Der Bund-Future erhöhte sich um 0,1 Prozent auf 108,87 Zähler. Die Umlaufrendite wurde bei 4,62 Prozent festgestellt.

Der Kurs des Euro ist am Mittwoch gefallen. Die Europäische
Zentralbank setzte den Referenzkurs bei 0,9783 (Dienstag: 0,9835) Dollar fest. Der Dollar kostete damit 1,0222 (1,0168) Euro.

Hier die Schlusskurse der 30 deutschen Standardwerte, diese wie auch alle anderen Angaben wie immer ohne Gewähr:

DAX-Werte Kurs Veränderung

adidas-Salomon 78,00 (- 1,95)
Allianz 145,30 (- 18,80)
BASF 39,00 (- 2,11)
Bayer 25,20 (- 2,20)
HypoVereinsbank 20,35 (- 0,70)
BMW 38,45 (- 1,55)
Commerzbank 11,50 (- 0,23)
DaimlerChrysler 43,86 (- 1,84)
Degussa 33,30 (- 0,27)
Deutsche Bank 58,12 (- 3,08)
Deutsche Post 10,10 (- 0,60)
Deutsche Telekom 11,62 (- 0,62)
E.ON AG 49,95 (- 1,93)
EPCOS 17,71 (- 1,89)
Fresenius Med. Care 34,54 (- 4,66)
Henkel 62,52 (- 1,68)
Infineon Techno 14,60 (- 0,71)
Linde 47,48 (- 0,39)
Lufthansa 12,20 (+ 0,25)
MAN 20,00 (- 0,56)
Metro 26,20 (+ 0,30)
MLP 18,80 (- 1,20)
Münchener Rück 195,20 (- 14,32)
TUI AG 21,70 (+ 0,40)
RWE 33,86 (- 0,44)
SAP 75,00 (- 4,50)
Schering 54,21 (- 0,09)
Siemens 50,50 (- 1,79)
ThyssenKrupp 13,21 (- 0,29)
VW 47,15 (+ 0,20)

Die Referenzkurse der wichtigsten Devisen, ermittelt von der
Europäischen Zentralbank:
Ein Euro kostete am Mittwoch
0, 97 83 US-Dollar oder
0, 62 61 britische Pfund oder
1, 45 46 schweizer Franken oder
117, 42 japanische Yen

... und das 1. Goldfixing in London 305 Dollar und 50 Cent.

  • Datum 31.07.2002
  • Autorin/Autor Rolf Wenkel
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  • Permalink http://p.dw.com/p/2WVH
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