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Wirtschaft

DAX nach freundlichem Auftakt im Minus

Die deutschen Aktien boten am Mittwoch ein ähnliches Bild wie am Dienstag: Erst ein freundlicher Handelsauftakt mit einem Plus von rund 30 Punkten, dann Gewinnmitnahmen und eine Seitwärtsbewegung in negativem Terrain.

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In Frankfurt präsentierten sich die Aktien ohne klare Richtung

Der Deutsche Aktienindex DAX stand am Mittag bei 4.870 Punkten - ein Minus von 14 Zählern oder 0,3 Prozent, und der Nemax 50 Index am Neuen Markt verliert rund elf Punkte auf 1.065 Zähler.

Schwacher Telekom-Sektor

Die Aktie der Deutschen Telekom sackte um 1,5 Prozent auf 15,50 Euro ab. Ein Händler sagte, der Telekommunikationssektor leide insgesamt unter den schwachen Nachrichten von Nortel Networks und Vodafone vom Dienstag. Nortel hatte nur einen verhaltenen Ausblick auf das laufende Quartal gegeben. Die Aktien der britischen Vodafone hatten am Vortag wegen Sorgen um ein geringeres Kundenwachstum deutlich nachgeben.

Die Aktien von Fresenius Medical Care sanken um 1,9 Prozent. Der Dialysekonzern hat nach eigenen Angaben wegen Rechtsstreitigkeiten in den USA im vierten Quartal 2001 Rückstellungen in Höhe von 258 Millionen Dollar gebildet. Bereinigt um diese Rückstellungen erwartet Fresenius nun für das Geschäftsjahr 2001 ein Nachsteuerergebnis von 240 bis 245 Millionen Dollar.

Finanzwerte geben nach

Leichter tendierten auch die meisten Finanzdienstleister im
Dax, die Deutsche Bank verliert ein Prozent, MLP-Anteile fielen um zwei Prozent auf 63,49 Euro. Am frühen Nachmittag wollte die mittlerweile zur Allianz gehörende Dresdner Bank ihre Geschäftszahlen für das Jahr 2001 vorlegen.

Infineon verloren 0,9 Prozent auf 24,60 Euro. Der Halbleiter- Hersteller hat nach Angaben aus Branchenkreisen kein Interesse mehr an einer Übernahme des Speicherchipgeschäfts des südkoreanischen Konkurrenten Hynix. Es wären zu große Investitionen notwendig gewesen, hieß es.

Zu den wenigen Kursgewinnern gehörten Lufthansa-Aktien, die um 2,8 Prozent auf 17,32 Euro stiegen, ohne dass es dazu neue Nachrichten gäbe.

Gemischte Vorgaben

Die Vorgaben für den deutschen Aktienmarkt waren gemischt. In New York haben die Börsen am Dienstag nach zweitägiger Erholung eine Verschnaufpause eingelegt und mit leichten Verlusten geschlossen. Ausschlaggebend war dafür unter anderem die besagte Meldung von Nortel Networks über weitere Umsatzrückgänge und eine schleppende Kundennachfrage. Das belastete auch andere Netzwerkausrüster wie Lucent, JDS Uniphase und Ciena, der Dow Jones verlor 21 Zähler auf 9.863 Punkte, der Nasdaq gab zwölf Punkte oder 0,7 Prozent auf 1.834 Zähler ab.

Anders dagegen Tokio, dort hat der Nikkei am Mittwoch, gestützt auf Kursgewinne insbesondere bei Finanztiteln, fester geschlossen. Er legte um 90 Zähler oder 0,9 Prozent auf 9.968 Punkte zu, nachdem er zwischenzeitlich über der Marke von 10.000 Punkten gelegen hatte.

Euro uneinheitlich

Der Euro bietet ein gespaltenes Bild. In New York war er gestern im Vergleich zum Vortageskurs leicht gestiegen auf 87,68 amerikanische Cent, in Tokio dagegen notierte er schwächer mit 87,58 amerikanischen Cent und in Frankfurt wurde er am Mittag bei 87,57 gehandelt.

  • Datum 13.02.2002
  • Autorin/Autor Rolf Wenkel
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  • Permalink http://p.dw.com/p/1qgc
  • Datum 13.02.2002
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