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Wirtschaft

Dax holt Anfangsverluste wieder auf

Den ersten Handelstag im neuen Jahr haben die deutschen Standardwerte zunächst überwiegend in der Verlustzone verbracht. Zum Abend hin konnte der Leitindex DAX seine vorherigen Abschläge aber wieder gut machen.

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Ruhiges Börsengeschehen in Frankfurt

Der DAX schloss mit 5.167,88, also 7,78 Punkte höher. Konstant fest zeigte sich der Auswahlindex des Neuen Marktes NEMAX 50, der zuletzt 1,4 Prozent oder 16,53 Punkte höher auf 1166,63 schloss.

Händler beschrieben das Börsengeschehen als 'extrem ruhig'. Die meisten Fondsmanager befänden sich noch im Urlaub und würden erst in der kommenden Woche wieder in den Markt einsteigen. Händler sprachen zudem von einem 'ziemlich nachrichtenarmen und lustlosen Handel'.

Die positiven US-Konjunkturdaten konnten die Aktienkurse nur kurzfristig beflügeln. Der US-Geschäftsaktivitäts-Index des Institute for Supply Management (früherer NAPM-Index) stieg im Dezember stärker als erwartet. Der Index kletterte von auf 48,2 Punkte nach 44,5 Punkten im November, wie das Institut am Mittwoch in Washington mitteilte. Volkswirte hatten mit einem Anstieg auf lediglich 46,2 Punkte gerechnet.

Nur wenige Unternehmensnachrichten bestimmten den Börsenhandel. Unangefochten an der Spitze im DAX standen Infineon. Die Papiere des Halbleiterherstellers kosteten 7,6 Prozent mehr als am Freitag. Zuvor hatte der südkoreanische Halbleiterhersteller Hynix Semiconductor kräftige Preiserhöhungen von bis zu 30 Prozent in Aussicht gestellt. Zudem gab der Verband der Halbleiterindustrie bekannt, dass die Chip-Hersteller im November weltweit zum zweiten Mal hintereinander mehr verkauft haben als im Vormonat. Der Verein der Belegschaftsaktionäre von Infineon hatte angekündigt, den Vorstand bei der kommenden Hauptversammlung nicht entlasten zu wollen.

SAP blieben dagegen mit 2,13 Prozent in der Verlustzone. Händler führten die Abschläge auf die Ankündigung des US-Softwareanbieters Oracle zurück, bis zu zwei Prozent seiner Arbeitsplätze abzubauen.

Die weitgehend problemlose Einführung des Euro-Bargeldes hat dem Euro-Kurs am Mittwoch zu einem regelrechten Geburtstags-Bonus verholfen. Der Euro war so viel wert wie seit zwei Monaten nicht mehr. Die Devisenmärkte honorierten damit nach Einschätzung von Experten den reibungslosen Start des Euro-Bargeldes und die teilweise euphorische Aufnahme der Gemeinschaftswährung unter den Bürgern der Eurozone. Mehrere Analysten zeigten sich überzeugt, dass der Euro in den nächsten Wochen weiterhin fest tendieren wird und im Jahresverlauf auf über 0,95 Dollar steigen wird. Einen positiven Trend zeigte der Euro auch zum britischen Pfund, dessen Wert deutlich nachgab. Der Devisenmarkt gehe mit der positiv verlaufenden Einführung des Euro davon aus, dass die Wahrscheinlichkeit für ein Euro-Referendum in Großbritannien steige, sagten Devisenfachleute.

Der Rat der Europäischen Zentralbank (EZB) wird während seiner ersten Sitzung im neuen Jahr am Donnerstag (9.30 Uhr) in Frankfurt am Main nach Überzeugung der Finanzmärkte und EZB-Beobachter den aktuellen geldpolitischen Kurs bestätigen. Damit dürfte der Hauptleitzins wie bisher bei 3,25 Prozent bleiben. Der EZB-Rat hatte im vergangenen Jahr den Hauptleitzins in mehreren Schritten seit Mai um 1,50 Prozentpunkte auf 3,25 Prozent gesenkt. Dennoch werden Zinssenkungsspekulationen genährt durch die weltweite Wachstumsschwäche, die den Inflationsdruck über die nachlassende Kapazitätsauslastung bremst. Vor diesem Hintergrund dürfte die EZB-Stabilitätsnorm von 'unter zwei Prozent' Inflation in Kürze erreicht sein, zeigen sich die meisten Beobachter überzeugt. Allerdings nennen die 'mutigsten' Zinssenkungsprognosen wenig punktgenau das 'erste Quartal 2002'. Das Ergebnis der EZB-Ratssitzung wird wie üblich um 13.45 Uhr

mitgeteilt.

Am Rentenmarkt stieg der Bund-Future um 0,4 Prozent auf 108,08 Punkte. Die Durchschnittsrendite gab vier Stellen auf 4,69 Prozent ab.

Die Frankfurter Schlussnotierungen im Dax ohne Gewähr:

adidas-Salomon 84,50 (+ 0,20)

Allianz 266,00 ( unv. )

BASF 42,25 (+ 0,50)

Bayer 36,19 (+ 0,39)

HypoVereinsbank 35,75 (+ 1,43)

BMW 39,95 (+ 0,80)

Commerzbank 17,77 (+ 0,30)

DaimlerChrysler 48,13 (- 0,22)

Degussa 28,95 (+ 0,70)

Deutsche Bank 79,75 (+ 0,35)

Deutsche Post 14,78 (- 0,21)

Deutsche Telekom 19,23 (- 0,07)

E.ON AG 56,88 (- 1,30)

EPCOS 56,20 (+ 0,70)

Fresenius Med. Care 69,40 (- 0,10)

Henkel 63,60 (+ 0,10)

Infineon Techno 24,70 (+ 1,75)

Linde 45,70 (+ 0,20)

Lufthansa 15,38 (+ 0,55)

MAN 24,02 (+ 0,27)

Metro 40,60 (+ 0,75)

MLP 79,11 (- 2,70)

Münchener Rück 307,00 (+ 2,05)

Preussag 28,34 (+ 0,74)

RWE 41,82 (- 0,38)

SAP 143,18 (- 3,12)

Schering 59,20 (- 0,40)

Siemens 74,15 (- 0,20)

ThyssenKrupp 16,55 (+ 0,16)

VW 51,60 (- 0,90)

Die Devisenkurse auf Basis der Referenzkurse der Europäischen Zentralbank EZB:

Ein Euro entspricht demzufolge

0,9038 US-Dollar

0,6262 Britischen Pfund

119,53 Japanischen Yen