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Wirtschaft

DAX auf Talfahrt

Die deutschen Börsen haben zum Wochenende kräftig nachgegeben. Schwache US-Vorgaben und negative Unternehmensnachrichten aus der Versicherungs- und Telekombranche belasteten den DAX erheblich.

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MobilCom vor dem Aus?

Im Tagesverlauf durchbrach er zeitweilig die Marke von 3.200 Punkten und lag teilweise über vier Prozent im Minus, bevor am Nachmittag eine leichte Erholung einsetzte. Der DAX schloss bei 3.361 - ein Minus von 60 Punkten oder 1,8 Prozent. Am Neuen Markt rutschte der Auswahlindex NEMAX 50 im Tagesverlauf auf ein Allzeittief von 416 Punkten und schloss bei 425 - ein Minus von 14 Zählern oder 3,3 Prozent.

Im DAX standen Finanz-, Versicherungs- und Technologie-Titel unter Abgabedruck. Die Allianz-Aktie verlor 9,5 Prozent, nachdem der Konzern die Rückstellungen für amerikanische Asbest- und Umweltrisiken um 750 Millionen Dollar erhöht hat. Das Papier der Münchener Rück verloren 5,5 Prozent. MLP-Aktien fielen nach neuen Vorwürfen des Magazins "Börse Online" über Unregelmäßigkeiten in der Bilanz zeitweise um mehr als 14 Prozent. Zum Börsenschluss betrug das Minus 4,7 Prozent bei 12,67 Euro.

Die Aktien des Münchener Halbleiterunternehmens Infineon fielen zeitweise auf ein neues Allzeittief von 8,33 Euro. Am Abend wurde das Papier dann mit einem Minus von vier Prozent bei 8,73 Euro notiert. Die Investmentbank Lehman Brothers hatte am späten Donnerstagabend die Entwicklung des Chipmarktes negativ bewertet. Zudem gab es schlechte Nachrichten von der Konkurrenz - Philips zum Beispiel rechnet mit deutlich schwächeren Umsätzen im 3. Quartal. SAP-Papiere rutschten um fünf Prozent nach unten. Negative Analystenkommentare belasteten den Wert.

Die Aktie der am Neuen Markt notierten MobilCom war am Nachmittag nur noch etwa halb so viel wert wie am Vortag - und da hatte sie bereits kräftig gelitten. Das Papier, das noch vor einem Jahr bei rund 27 Euro gehandelt wurde, verzeichnete zuletzt einen Abschlag von rund 40 Prozent auf etwas über einen Euro.

Ein schwacher Aktienmarkt beflügelt in der Regel den Rentenmarkt: Dort stieg der REX um 0,48 Prozent auf 115,9 Punkte. Der Bund Future stieg um 0,23 Prozent auf 111,43 Punkte. Die Umlaufrendite wurde bei 4,20 Prozent festgestellt, elf Stellen weniger als am Donnerstag.

Hier die Schlusskurse der 30 deutschen Standardwerte - diese wie auch alle anderen Angaben ohne Gewähr:

adidas-Salomon 72,40 (- 0,81)

Allianz 100,20 (- 10,46)

BASF 40,46 (- 0,12)

Bayer 20,88 (- 0,57)

HypoVereinsbank 19,51 (- 0,48)

BMW 35,10 (- 0,70)

Commerzbank 9,95 (- 0,21)

DaimlerChrysler 41,35 (- 0,65)

Degussa 30,18 (+ 0,48)

Deutsche Bank 59,54 (- 0,51)

Deutsche Post 10,30 (- 0,19)

Deutsche Telekom 10,47 (- 0,06)

E.ON AG 49,95 (+ 0,77)

EPCOS 12,49 (- 0,47)

Fresenius Med. Care 24,25 (- 1,65)

Henkel 68,50 (+ 1,92)

Infineon Techno 8,73 (- 0,36)

Linde 40,25 (- 1,00)

Lufthansa 11,44 (- 0,09)

MAN 18,48 (- 0,28)

Metro 22,70 (+ 0,21)

MLP 12,67 (- 0,62)

Münchener Rück 163,00 (- 7,41)

TUI AG 19,40 (+ 0,21)

RWE 34,80 ( unv. )

SAP 62,25 (- 3,32)

Schering 54,90 (- 0,10)

Siemens 42,78 (- 1,03)

ThyssenKrupp 12,66 (- 0,18)

VW 43,83 (- 0,67)

Die Referenzkurse der wichtigsten Devisen, ermittelt von der Europäischen Zentralbank:

Ein Euro kostete am Freitag 0, 9810 US-Dollar, 0, 6286 britische Pfund, 1, 4679 schweizer Franken oder 117, 94 japanische Yen

  • Datum 13.09.2002
  • Autorin/Autor Rolf Wenkel
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  • Permalink http://p.dw.com/p/2eFT
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