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Fußball

"David" Wolfsburg gegen "Goliath" Real

Wolfsburg empfängt das Starensemble aus Madrid. Im Viertelfinale der Champions League sind die "Wölfe" die wohl größten Außenseiter. Real kommt mit dem Rückenwind des Sieges im "Clasico", der VfL steckt in der Krise.

Real Madrids Profis Gareth Bale (r.), Cristiano Ronaldo und Karim Benzema (l.) jubeln gemeinsam (Foto: picture-alliance/dpa/Ballesteros)

Reals "BBC"-Offensive jubelt: Karim Benzema, Cristiano Ronaldo und Gareth Bale (l.-r.)

Das größte Spiel der Vereinsgeschichte kommt zum wohl ungünstigsten Zeitpunkt: Mitten in der Liga-Krise empfängt der VfL Wolfsburg in der Champions League die "Königlichen" von Real Madrid. Doch gegen Cristiano Ronaldo, Toni Kroos und Co. wollen die "Wölfe" wieder in den Europapokal-Modus schalten. Und obwohl die Mannschaft von Trainer Dieter Hecking nur als krasser Außenseiter in ihr erstes Viertelfinale der Königsklasse überhaupt geht, ist die Vorfreude ungebrochen.

"Wir freuen uns auf das Spiel, wir haben nichts zu verlieren. Ich glaube, das ist ein großer Pluspunkt für uns. Wir haben in der Champions League gezeigt, dass wir auch gegen große Gegner gut spielen können", sagte Weltmeister Julian Draxler vor dem Hinspiel am Mittwoch (20.45 Uhr MESZ): "Es muss natürlich viel zusammenpassen. Favorit ist ganz klar Real Madrid, aber wir haben gute Außenseiterchancen, wenn wir unsere beste Leistung auf dem Platz bringen." Innenverteidiger Dante bezifferte die Chance auf ein Weiterkommen im spanischen Radiosender Cadena Cope allerdings nur auf "zwei Prozent".

Liga-Krise ausblenden

Die Wolfsburger Max Kruse (2.v.l.) und Julian Draxler (2.v.r.) stehen enntäuscht beim Anstoß an der Mittellinie (Foto: Mika Volkmann/Bongarts/Getty Images)

Die Körperhaltung spricht Bände: Max Kruse (2.v.l.) und Julian Draxler (2.v.r.) in Leverkusen

Noch weniger dürften es sein, wenn der VfL so auftritt wie zuletzt in der Liga. Die letzten Misserfolge wie das 0:3 in Leverkusen, das 1:1 gegen Darmstadt und das 0:1 in Hoffenheim machen nur wenig Hoffnung, dass die Wölfe gegen den spanischen Rekordmeister bestehen können. "Ich hatte das Gefühl, dass Real Madrid schon zu viel in den Köpfen rumgespukt hat", betonte Draxler nach der Niederlage bei Bayer 04. Die erneute Qualifikation für die Champions League und damit ähnliche Festtage wie beim 3:2 in der Gruppenphase gegen Manchester United sind für den VfL schon fast außer Reichweite.

"Mit so einer Leistung wie gegen Bayer oder Darmstadt wird es gegen Real nicht prickelnd", sagte auch Trainer Hecking. Zusammen mit Sportchef Klaus Allofs beobachtete der VfL-Coach den kommenden Gegner am vergangenen Samstag beim 2:1-Sieg der Madrilenen im "Clasico" beim FC Barcelona. Nun müssen die Wolfsburger das schaffen, was Barca im prestigeträchtigen Duell in den entscheidenden Momenten nicht gelang: Die "BBC"-Offensive mit Karim Benzema, Gareth Bale und Cristiano Ronaldo zu stoppen. Direkter Gegenspieler des portugiesischen Ausnahmespielers Ronaldo wird voraussichtlich dessen Landsmann und Nationalmannschaftskollege Vieirinha. Kein VfL-Akteur kennt den 31-Jährigen so gut wie er.

Ronaldo stoppen

Wolfsburgs Vieirinha beim Kopfball (Foto: Mika Volkmann/Bongarts/Getty Images)

Wolfsburgs Vieirinha soll Ronaldo auf den Füßen stehen

"Es wird ganz schwierig, Cristiano zu stoppen - aber unmöglich ist es nicht", sagte Vieirinha unlängst in der "Sport Bild": "Klar ist aber auch, dass es nicht einer alleine schafft, Ronaldo aus dem Spiel zu nehmen. Das geht nur über die Mannschaft." Mithelfen könnte dabei eventuell sogar wieder der Deutsch-Brasilianer Naldo. Nur vier Wochen nach seiner Schulter-Operation wird über ein überraschendes Comeback des Innenverteidigers spekuliert. Auch Torjäger Bas Dost fiebert dem Comeback nach seinem Mittelfußbruch in der Winterpause vor endlich ausverkauften Haus in Wolfsburg entgegen. "Sie könnten eine Ergänzung sein", verriet Sportchef Allofs: "Das gibt allen mehr Mut für diese Aufgabe."

Das Hinspiel im Champions-League-Viertelfinale zwischen dem VfL Wolfsburg und Real Madrid können Sie im DW-Liveticker ab 20:30 Uhr MESZ mitverfolgen.

ck/sn (sid, dpa)

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