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Aktuell Amerika

Dave Brubeck: ein Leben für den Jazz

Der Musiker starb im Krankenhaus von Norwalk im US-Bundesstaat Connecticut einen Tag vor seinem 92. Geburstag an Herzversagen.

Dies meldete die Zeitung "Chicago Tribune" unter Berufung auf Brubecks Manager. Der musikalisch experimentierfreudige Pianist stand jahrelang an der Spitze des Dave Brubeck Quartet, das er gemeinsam mit dem Saxophonisten Paul Desmond gründete. Weltruhm erlangten der 1920 im US-Bundesstaat Kalifornien geborene Brubeck und seine Band mit dem Stück "Take five", einem der größten Hits in der Geschichte des Jazz. Das Stück ist auf dem im Jahr 1959 veröffentlichten Album "Time Out" enthalten, der ersten Jazzplatte, von der Millionen Tonträger verkauft wurden.

#video#Brubeck machte bis ins hohe Alter Musik, noch im vergangenen Jahr trat er öffentlich auf.

Brubeck verband Jazz mit klassischer Konzertmusik und komponierte häufig in ungewöhnlichen Taktarten. "Mein ganzes Leben wollten mich die Menschen immer in eine Schublade stecken", sagte er einmal in einem Interview. "Aber Schubladen langweilen mich."

Solidarisch mit schwarzen Musikern

Im Zweiten Weltkrieg war Brubeck der erste Bandleader der US-Armee mit einer Combo aus weißen und schwarzen Musikern. Und in den 1950er Jahren, als ihn bei einer Tournee 23 von 25 Universitäten aufforderten, entweder seinen schwarzen Bassisten Gene Wright gegen einen weißen auszutauschen oder den Auftritt abzusagen, entschied er sich für die Absage.

Im Laufe seiner langen Karriere spielte Brubeck mit zahlreichen Größen des Jazz zusammen, mit Woody Hermann, Miles Davis, Charly Parker, Count Basie oder Dizzy Gillespie.

wl/hp (dpa, afp, rtr, kna)