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Aktuell Asien

"Dauerhafter Frieden ist möglich"

Mut machen, aber auch etwas verlangen - das ist offenbar das Motto von Bundespräsident Gauck bei seinem Besuch in Afghanistan. Nur beim Thema Korruption legte er sich Zurückhaltung auf.

Bundespräsident Joachim Gauck hat bei seinem offiziellen Besuch in Afghanistan dem Land weiterhin die Unterstützung Deutschlands zugesagt, aber auch Fortschritte für Demokratie und Menschenrechte angemahnt. "Wir glauben, dass ein dauerhafter Frieden möglich ist", erklärte er nach einem Treffen mit dem afghanischen Präsidenten Hamid Karsai in der Hauptstadt Kabul. Gauck betonte besonders die Gleichstellung der Frauen im Land. "Der Prozess der Demokratisierung muss sich weiter fortsetzen", sagte er. Afghanistan sei eine Transformationsgesellschaft, die bei der Ausgestaltung der Demokratie noch Fortschritte machen müsse.

Sonnenorden verliehen

Das Thema Korruption sprach Gauck nicht direkt an. Er wies aber darauf hin, dass die dringend notwendige wirtschaftliche Entwicklung des Landes auch Rechtssicherheit und ein günstiges Informationsklima erfordere. Karsai seinerseits dankte Deutschland für die Unterstützung und würdigte Gauck als engagierten Kämpfer für die Freiheit. Er verlieh dem Bundespräsidenten den Sonnenorden, eine der höchsten Auszeichnungen des Landes.

Video ansehen 01:30

Karsai ehrt Gauck mit Sonnenorden

Am Nachmittag traf Gauck mit islamischen Religionsgelehrten zusammen. Dabei wies er auf die wichtige Rolle religiöser Autoritäten beim gesellschaftlichen Umbruch hin. Der Bundespräsident war am Montag zu seinem dreitägigen Besuch in Afghanistan gelandet, begleitet wird er von seiner Lebensgefährtin Daniela Schadt. Im Feldlager in Masar-i-Scharif, in dem etwa 2000 der 4500 Bundeswehr-Soldaten am Hindukusch stationiert sind, dankte er deutschen Soldaten, Polizisten und Entwicklungshelfern für ihren Einsatz. Er betonte, eine Woche vor Weihnachten sei dieser Dank besonders groß. Ende 2014 soll der NATO-Kampfeinsatz in Afghanistan  beendet sein.

sti/li (afp, dapd, dpa)

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