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Kultur

Das ZERO-Künstlerhaus in Düsseldorf erwacht zu neuem Leben

Vom verblichenen Klingelschild bis zu Farbklecksen auf dem Betonboden – das Düsseldorfer Atelierhaus der Künstlergruppe ZERO wirkt auch nach Jahrzehnten unverändert. Jetzt soll es für die ZERO-Stiftung umgebaut werden.

Von Otto Piene stammte diese Himmelsskulptur auf dem Dach der Berliner Nationalgalerie. Foto: picture-alliance/dpa/S. Stache

Himmelsskulptur von Otto Piene

Es waren die deutschen Künstler Heinz Mack und Otto Piene, die 1958 in ihrem Atelier in der Gladbacher Straße in Düsseldorf die Künstlergruppe ZERO gründeten. Kurz darauf stieß auch der Nagelkünstler Günther Uecker dazu. In ihre Räume soll jetzt das Archiv der 2008 gegründeten "ZERO Foundation" und eine öffentliche Bibliothek einziehen. Außerdem sollen die Atelierräume für Ausstellungen und als Versuchslabor junger Künstler genutzt werden.

Der ZERO-Künstler Günther Uecker vor einem seiner Werke. Foto: DW/J. Hennig

Günther Uecker

Mit ZERO markierten die Maler und Bildhauer vor fast 60 Jahren einen Neuanfang, eine künstlerische "Stunde Null" nach dem Zweiten Weltkrieg. Tradierte Kunstprinzipien wollten sie hinter sich lassen.

ZERO wollte einen künstlerischen Neuanfang

Im Zentrum ihrer Formen- und Bildsprache standen Licht und Bewegung. Damit revolutionierte ZERO, gemeinsam mit parallel entstandenen Gruppierungen und Künstlerkollegen in Italien, Frankreich, Belgien und den Niederlanden die Kunst der Nachkriegszeit.

Plakat der Künstler-Bewegung ZERO. Foto: Almir Mavignier

Plakat der Künstler-Bewegung ZERO

Was in Düsseldorf seinen Anfang nahm, entwickelte sich im Laufe eines Jahrzehnts zu einer der wichtigsten Avantgarde-Bewegungen des 20. Jahrhunderts. ZERO zog dann in die ehemalige Möbelfabrik in der Hüttenstraße um, wo Otto Piene, auch als sich die ZERO-Bewegung 1966 auflöste, bis zu seinem Tod 2014 wohnen blieb.

Eine halbe Million Euro wollen die ZERO-Stiftung und Sponsoren jetzt in die Sanierung des Atelierhauses stecken. Im Mai 2018 wird die Stiftung dann in der Hüttenstrasse einziehen. Einstweilen gibt es bei einem Tag der offenen Tür am 23. April noch Gelegenheit, die Räume im Original zu besichtigen, inklusive des verblichenen Klingelschildes von Otto Piene.

sd/suc (dpa/ZERO-Foundation/Museum Kunstpalast)

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