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Fußball

Das Wichtigste zur EURO-2016-Auslosung

Droht der DFB-Elf eine Hammergruppe? Wer sind die EM-Favoriten? Wie kommt man an Tickets? Was tut Frankreich für die Sicherheit? Die wichtigsten Antworten zur Auslosung der Fußball-Europameisterschaft 2016.

Wie wurden die Töpfe für die Auslosung verteilt?

Strikt nach dem UEFA-Koeffizienten - mit einer Ausnahme. Statt Frankreich hätte eigentlich Italien als sechstes Team in Topf 1 gehört. Doch da der Gastgeber immer gesetzt ist, sind die Franzosen Gruppenkopf. Den besten Koeffizienten hat immer noch Deutschland vor Spanien. Dazu sind noch England, Portugal und Belgien im ersten Topf.

Welche Gruppe ist die schwerste, die Deutschland droht?

Eine richtige "Hammergruppe" droht dem Weltmeister aufgrund des aufgeblähten Starterfeldes nicht. Alle Gruppenköpfe, vor allem Deutschland, fürchten nur ein Los: Italien. Gegen die Squadra Azzurra hat Deutschland seit 1995 in sieben Spielen nicht gewonnen und in einem Pflichtspiel bei acht Versuchen noch überhaupt nicht. Zuletzt verlor Deutschland bei der Heim-WM 2006 (0:2 n.V) und der EM 2012 (1:2) jeweils im Halbfinale. Aus Topf 3 hat Tschechien den besten Koeffizienten, Schweden um Superstar Zlatan Ibrahimovic oder Quali-Gegner Polen mit Bayern-Torjäger Robert Lewandowski könnten aber noch gefährlicher sein. Aus Topf 4 wäre mit Sicherheit das Duell mit der Türkei am brisantesten.

Wo wird Deutschland spielen?

Das entscheidet sich erst bei der Auslosung. Im Gegensatz zu vielen anderen Endrunden werden die Gruppenköpfe diesmal aber nicht alle drei Vorrunden-Spiele im selben Stadion, sondern ausdrücklich an drei unterschiedlichen Spielorten absolvieren. So sollen alle Stadien in den Genuss der Spitzenteams kommen.

Warum nehmen diesmal 24 Mannschaften teil?

Die islanändische National-Elf jubelt nach dem Sieg gegen Kasachstan über die EM-Qualifikation. Foto: DPA

Die isländische Nationalmannschaft ist eine der insgesamt fünf EM-Debütanten.

Weil die Europäische Fußball-Union das so beschlossen hat. Offizielle Begründung ist das angeblich in der Breite gestiegene Niveau. Insider vermuten darin aber auch eine Maßnahme von Funktionären, um sich Stimmen aus den europäischen Fußball-"Schwellenländern" zu sichern. Die Erweiterung auf 24 Mannschaften ist mit ein Grund dafür, dass in Frankreich fünf Debütanten am Start sind: die Slowakei, Albanien, Island, Wales und Nordirland. Österreich hat sich zudem erstmals sportlich qualifiziert, 2008 war das Alpenland als Co-Gastgeber dabei. Die Österreicher hätten sich wie die Nordiren als Gruppensieger übrigens auch im alten System mit 16 Teams auf jeden Fall qualifiziert. Island, Wales, die Slowakei und Albanien wurden in der Qualifikation Zweiter. Sie lösten ihr Ticket ohne den Umweg über die Play-offs und hätten auch im alten Modus eine Chance auf die Teilnahme gehabt.

Wer ist derzeit EM-Favorit?

Natürlich ist Deutschland als Weltmeister einer der ganz großen Favoriten. Darüber hinaus zeichnen sich drei heiße Anwärter ab: WM-Viertelfinalist Belgien, inzwischen Weltranglistenerster, mit seinen vielen Jungstars internationaler Topklubs wie beispielsweise Eden Hazard oder Kevin De Bruyne. Titelverteidiger Spanien, der im Gegensatz dazu auf die Erfahrung von Iker Casillas, Sergio Ramos oder Andres Iniesta setzt. Und Gastgeber Frankreich, bei dem aber abzuwarten ist, ob das offensivstarke, junge Team um Paul Pogba schon mit dem Druck zurechtkommt.

Wird es nach den Terror-Anschlägen besondere Sicherheitsmaßnahmen in Paris geben?

Die UEFA hält sich bedeckt. "Es wird strenge Sicherheitsvorkehrungen rund um die Auslosung geben, aber Details nennen wir nicht", teilte sie mit. Da Paris gerade auch den UN-Klimagipfel sicher über die Bühne gebracht hat, fühlen sich die Stadt und die UEFA aber gut gerüstet.

Wie kommt man an Tickets für die DFB-Spiele?

Die besten Chancen hat man, wenn man Mitglied im Fan Club Nationalmannschaft ist. Dieser zählt bisher etwa 50.000 Mitglieder. So kommen zu dem Preis für das billigste Ticket von 25 Euro noch mal mindestens 70 Euro: 10 Euro Aufnahmegebühr plus die Jahresgebühr von je 30 Euro für die Jahre 2015 und 2016. Und dann braucht man auch noch Glück, denn da es sicher mehr Anfragen als Tickets geben wird, werden diese verlost.

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