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Sport

Das weltgrößte Sportereignis des Jahres

Wenige Monate vor dem Start der Leichtathletik-WM in Berlin sehen sich die Organisatoren gut aufgestellt. Die Titelkämpfe finden im Olympiastadion und am Brandenburger Tor statt.

Das Berliner Olympiastadion, Schauplatz der Leichathletik-WM

Das Berliner Olympiastadion, Schauplatz der Leichathletik-WM

In sechs Monaten beginnen in Berlin die Leichathletik-Weltmeisterschaften, das wichtigste Sportevent des Jahres. Vom 15. bis 23. August kämpfen 1800 Teilnehmer aus 213 Nationen um Medaillen in 47 Disziplinen. "Deshalb hat es eine ganz besondere Qualität. Es ist nach den Olympischen Spielen die größte Sportveranstaltung, bei der wirklich die Welt zu Gast ist", sagt Clemens Prokop. Der Präsident des Deutschen Leichtathletik-Verbandes und Vorstand des Organisationskomitees sieht vor allem die technischen Vorbereitungen der WM auf einem guten Weg: "Da sind wir wirklich topp. Und auch im wirtschaftlichen und finanziellen Bereich läuft es eigentlich sehr gut." Der WM-Etat beträgt 44 Millionen Euro, von denen der Karten-Verkauf 15 Millionen decken soll. Bisher wurden knapp 200.000 von insgesamt 500.000 Tickets verkauft. Das sei im Vergleich zu anderen Leichtathletik-Weltmeisterschaften ein herausragendes Ergebnis, erläutert Prokop: "Aber wir wollen noch besser werden und irgendwann im Sommer sagen: Ausverkauft!" Mittlerweile konnten bereits auch zwei von fünf angestrebten nationalen Sponsoren präsentiert werden.

Bis zu acht Milliarden Zuschauer weltweit

Berlins Regierender Bürgermeister Klaus Wowereit (li.) und OK-Chef Prokop

Bürgermeister Klaus Wowereit (li.) und OK-Chef Prokop

Leichtathletik-Präsident Prokop will Maßstäbe setzen und Deutschland als einen Sportstandort präsentieren, "der international für die Topereignisse geradezu prädestiniert ist. Das ist unser Ehrgeiz." Dabei soll auch Berlin ganz gezielt mit eingebunden werden: "Wir wollen die Schönheiten der Stadt zeigen. Die Weltmeisterschaft wird in über 190 Ländern übertragen. Und es werden voraussichtlich sechs bis acht Milliarden Menschen zuschaue." Erstmalig in der WM-Geschichte sollen daher die Marathon- und Geh-Wettbewerbe nur durch die Innenstadt führen - vorbei an zahlreichen Sehenswürdigkeiten. Ein "Kulturstadion" am Pariser Platz und die "Nacht der Nationen" am Brandenburger Tor sollen zudem einen Dialog der Kulturen herstellen: "Wir wollen zeigen, dass Sport verbindet, dass die Gemeinsamkeiten auf dieser Welt oft Trennendes überwinden können." Angedacht ist nach den Worten Prokops auch eine Fanmeile wie bei der Fußball-WM 2006.

Stimmung wie 1993 in Stuttgart

Speerwerferin Christina Obergföll

Speerwerferin Christina Obergföll

Vom sportlichen Erfolg der WM ist Clemens Prokop überzeugt; er rechnet mit neun Medaillen für das deutsche Team. Bei den Olympischen Spielen in Peking hatten die DLV-Athleten allerdings nur einmal Edelmetall erkämpft. Für Bronze hatte sich Speerwerferin Christina Obergföll verantwortlich gezeigt, die sich nun auf Berlin und einen Start vor heimischen Publikum freut: "Das können nur wenige Athleten erleben. Von daher ist das ein Riesen-Ereignis." Die 27-Jährige will bei der WM im Finale mit über 70 Meter eine persönliche Bestleistung werfen. "Dann ist es egal, was ich damit für eine Platzierung am Ende habe." Obergföll hofft auf eine ähnlich "gigantische" Stimmung wie bei der WM 1993 in Stuttgart: "Da war ich zwar noch sehr klein, hatte das aber auch schon mitverfolgt. Ich denke, dass wird im August ähnlich sein, weil auch Berlin eine sportbegeisterte Stadt ist."

Kampf gegen Doping

Das WM-Maskottchen und Berlins Regierender Bürgermeister Wowereit

Das WM-Maskottchen und der Regierende Bürgermeister

Ein Thema schon vor Beginn der Weltmeisterschaften ist der Kampf gegen Doping. Der Weltverband IAAF will im März in Berlin Form und Umfang der Doping-Kontrollen, insbesondere außerhalb des Wettkampfes, für die WM festlegen. "Wir werden versuchen, im Vorfeld bereits die Hürden so hoch zu setzen, dass die Gefahr von Dopingfällen so gering wie möglich ist. Ausschließen können wir es natürlich nicht", meint Prokop. Er sieht dennoch keinen Grund, sich um die Attraktivität der Welttitelkämpfe in Berlin Sorgen zu machen: "Wir werden spannende Wettkämpfe und Unterhaltung auf höchstem Niveau erleben."

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