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Amerika

Das Weiße Haus wird grün

US-Präsident Barack Obama lässt Solarzellen auf das Dach des Weißen Hauses montieren. Bis vor rund 15 Jahren standen dort bereits Sonnenkollektoren. Aber die wurden auf Wunsch eines Präsidenten entfernt.

Das Weiße Haus an einem sonnigen Tag, davor Rasen und Bäume (Foto: ap)

Das Weiße Haus: noch sind nur Rasen und Bäume grün

Bis zum Frühjahr 2011 sollen zwei Solaranlagen auf den Amts- und Wohnsitz des US-Präsidenten montiert werden. Das teilte US-Energieminister Steven Chu am Dienstag (05.10.2010) mit. Für Barack Obama gehört der Ausbau erneuerbarer Energien zu einem Kernthema seiner Amtszeit.

Ein Präsident sieht grün

Bereits im Wahlkampf hatte sich Barack Obama für die Nutzung der Sonnenenergie stark gemacht. Bis 2012 möchte er den Anteil an erneuerbaren Energien verdoppeln. Mit den Solarzellen auf dem Dach des Weißen Hauses sollen die US-Bürger dazu animiert werden, selbst auf Sonnenenergie zu setzen, sagte Energieminister Chu. Es solle deutlich gemacht werden, dass Solarenergie funktioniere und verlässlich sei. Mit dem Vorhaben "zeigt Obama starkes Engagement für die Solarenergie und die Arbeitsplätze, die dadurch entstehen", lobte Chu seinen Chef. Das Weiße Haus sei in der ganzen Welt ein Symbol für Freiheit und Demokratie. "Es sollte auch ein Symbol für das amerikanische Engagement für eine Zukunft mit sauberer Energie sein", so Chu weiter. Angaben zu den Kosten wurden allerdings nicht gemacht. Auch wurde nicht bekannt wie viel Energie das Weiße Haus verbraucht und wie hoch die Einsparungen sein werden.

Rauf aufs Dach - runter vom Dach - rauf aufs Dach

Ex-US-Präsident Jimmy Carter steht 1979 mit einem Rednerpult auf dem Dach des Weißen Hauses vor den Solarzellen. (Foto: ap)

Ex-US-Präsident Jimmy Carter im Juni 1979 vor den Solarzellen auf dem Dach des Weißen Hauses

Der demokratische US-Präsident Jimmy Carter ließ bereits 1979 Solarzellen auf dem Dach des Weißen Hauses anbringen. Wegen der Ölkrise in der 70ern wollte Carter damals für alternative Energiequellen werben. Allerdings sorgte sein Nachfolger Ronald Reagan 1986 dafür, dass sie wieder abmontiert wurden.

Im vergangenen Monat brachte der Umweltaktivist und Autor Bill McKibben zusammen mit einer Studentengruppe aus dem US-Bundesstaat Maine einen der vor Ex-Präsident Carter aufgestellten Sonnenkollektoren zurück zum Weißen Haus. McKibben forderte die Regierung auf, ihn erneut zu installieren. Regierungsbeamte empfingen ihn und die Studenten zwar, allerdings entschied sich die Regierung dagegen, das Modul wieder auf das Dach des Weißen Hauses zu montieren. Jetzt wird eine nagelneue Solaranlage installiert.

Autor: Marco Müller (dpa, afp, ap, rtr)
Redaktion: Mirjam Gehrke