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Sport

Das Unmögliche wahr machen

Der deutsche Tennisprofi Thomas Haas spielt im Halbfinale des Grand Slam-Turniers in Wimbledon gegen Roger Federer. Gegen den fünfmaligen Turniersieger aus der Schweiz hat Haas kaum etwas zu verlieren.

Haas jubelt nach Halbfinaleinzug in Wimbledon. Foto: AP

Haas will auch im Halbfinale jubeln

Neues Spiel, neues Glück. Im Achtelfinale der French Open in Paris am 1. Juni hatte Thomas Haas den späteren Turniersieger Roger Federer am Rande einer Niederlage: 2:0 führte der Deutsche bereits nach Sätzen. Doch am Ende verlor Haas, nach fünf hart umkämpften Durchgängen. "Es war brutal", sagt Federer im Rückblick.

Späte Liebe zum 'Heiligen Rasen'

Im Halbfinale von Wimbledon hat Haas nichts zu verlieren. Dass der 31-Jährige beim wichtigsten Tennisturnier der Welt überhaupt so weit gekommen ist, hat nicht nur die Experten, sondern auch ihn selbst überrascht. ""Es ist unglaublich, mir fehlen die Worte", sagte Haas, nachdem er im Viertelfinale den Weltranglisten-Vieren, den Serben Novak Djokovic, in vier Sätzen mit 7:5, 7:6, 4:6 und 6:3 aus dem Rennen geworfen hatte. Zuvor war Haas in Wimbledon nie weiter als bis ins Achtelfinale gekommen.

Haas schlägt eine Rückhand. Foto: AP

Mit voller Konzentration hat sich Haas bis in die Runde der besten Vier vorgespielt

Woran liegt es, dass im reifen Tennisalter der Knoten geplatzt ist? Haas wirkt ruhig und ausgeglichen - nicht zuletzt das Verdienst seines schwedischen Trainers Thomas Högstedt und seiner Verlobten Sara Foster. Über reichlich Talent verfügte er schon immer, jetzt aber hat Haas auch seine Nerven im Griff. Im Spiel gegen Djokovic etwa wehrte er im zweiten Durchgang drei Satzbälle ab und verwandelte anschließend seinen ersten. So spielen Champions. Bleibt zu hoffen, dass die bereits dreimal operierte Schulter des Deutschen den Strapazen des Turniers weiter standhält. Denn Haas hat sich für das Match gegen Federer Einiges vorgenommen: "Ich werde herausgehen und schauen, ob ich ihn ärgern kann."

Federer in der Favoritenrolle

Federer küsst den Siegerpokal der French Open. Foto: dpa

14 Grand Slam-Titel hat Federer bereits gesammelt

Die Statistik spricht eindeutig für den 27 Jahre alten Schweizer. Der Weltranglisten-Zweite hat bereits fünf Mal in Wimbledon triumphiert. Von elf Duellen gegen Haas gewann Federer neun. Die letzte Niederlage liegt sieben Jahre zurück: 2002 setzt sich Haas im Achtelfinale der Australian Open in fünf Sätzen. Federer schätzt seinen heutigen Gegner: "Tommy ist sehr talentiert, er ist einer der Spieler mit dem meisten Ballgefühl." Das Halbfinale hat das Potential zu einem Tennis-Leckerbissen, auch aus Sicht Federers: "Ich hoffe, wir können die Erwartungen erfüllen und ein ähnlich gutes Match wie in Paris zeigen.

Andy gegen Andy heißt es im zweiten Halbfinale. Der Lokalmatador, der Brite Murray, trifft auf den US-Amerikaner Roddick. (sn/dpa/sid)


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