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Aktuell Welt

Das Sterben der Meeressäuger

Wieder sind mehr als 90 Wale und Delfine gestrandet und größtenteils verendet - dieses Mal auf der Insel Tasmanien. Wissenschaftler können das bedrückende Naturphänomen bis heute nicht gänzlich erklären.

Als Fischer sie entdeckten, waren bereits 80 der Meeressäuger verendet. Freiwillige Helfer hoffen, wenigstens zwei Wale und sechs Delfine retten zu können, wie lokale Medien berichten. Die Tiere sollten bei Flut wieder in tieferes Wasser bugsiert werden. Unter den gestrandeten Tieren waren etwa 70 Grindwale und 20 Große Tümmler.

Häufig bleiben solche Rettungsaktionen erfolglos, denn oft kehren die Tiere zurück und stranden erneut. Warum Wale und Delfine massenhaft in seichtes Wasser geraten, können Wissenschaftler bis heute nicht sicher erklären. "Die Menschen, die so etwas mit ansehen, sind oft ganz verzweifelt", sagte Shelley Davison, Sprecherin der tasmanischen Natur- und Wildschutzbehörde, dem Rundfunksender ABC. "Es ist eine emotionale Angelegenheit, wenn sich so viele Wale an den Strand werfen."

Gestrandete Wale an der Küste Tasmaniens (Foto: picture-alliance/dpa)

Bereits 2009 strandeten Wale an der Küste Tasmaniens. Damals waren es rund 50 Tiere

Walsterben auch in Indien und Florida

Erst vor gut einer Woche waren etwa 40 Kurzflossen-Grindwale auf einer abgelegenen indischen Insel im östlichen Golf von Bengalen gestrandet und verendet. Auf der Inselgruppe der Andamanen, wo sich der Vorfall ereignete, sei dies in einer solchen Größenordnung noch nie vorgekommen, hieß es von Behördenseite. Anfang September strandeten 22 Pilotwale in Florida. Obwohl an dem Avalon Beach State Parkbei Fort Pierce viele Helfer den Tieren zur Hilfe eilten, gelang ihnen nur die Rettung von fünf Tieren. Warum die Tiere strandeten, konnte die Nationale Ozeanbehörde der USA nicht klären. Ihre Sprecherin Allison Garrett machte aber darauf aufmerksam, dass Pilotwale sehr soziale Tiere seien. "Ein Szenario könnte sein, dass eines der Tiere krank war. Sie würden einen kranken Wal nicht allein lassen. Sie bleiben zusammen."

sti/se (dpa)