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Fußball

Das Stehaufmännchen unter den Frauen

Sie zählt zu den erfahrensten Nationalspielerinnen im deutschen Team. Nach zwei schweren Verletzungen kämpfte sich Ariane Hingst zurück auf den Fußballplatz und ist für die WM 2011 erneut eine feste Größe.

Ariane Hingst (Foto: AP)

Ariane Hingst gewohnt locker

Fußball ist ihr Leben. Bereits mit sieben Jahren schnürte Ariane Hingst die Fußballschuhe. Bei Hertha Zehlendorf, nahe Berlin, begann ihre Karriere. Nach einigen Vereinswechseln unterschrieb die heute 31-Jährige ihren ersten Vertrag bei einer Bundesligamannschaft. Mit Turbine Potsdam holte sie vier Mal den DFB-Pokal, zwei Meisterschaften und einen UEFA-Cup-Sieg. Nach zehn sehr erfolgreichen Jahren in Potsdam suchte Ariane Hingst nach einer neuen Herausforderung. In Schweden wurde sie schließlich fündig und kickte zwei Jahre bei Djurgården Damfotboll. Dort spielte sie mit ihrer heutigen Mannschaftskollegin Nadine Angerer zusammen; beide wechselten in der Winterpause der Saison 2008/09 zurück nach Deutschland zum 1. FFC Frankfurt.

Der Traum vom Olympiastadion

DFB-Präsident Zwanziger, Hingst, OK-Präsidentin Jones und DFB-Generalsekretär Niersbach (Foto: dpa)

Hingst hofft auf volle Stadien während der WM

Nicht nur auf Vereinsebene, sondern auch im Dress der Frauen-Nationalmannschaft ist Ariane Hingst erfolgreich. Neben zwei WM-Titeln gewann die Defensivakteurin bereits vier Mal die Europameisterschaft. In diesem Jahr möchte sie ihrer Nationalmannschaftskarriere mit der WM im eigenen Land die Krone aufsetzen. "Es ist das so genannte Heimspiel. Die Stadien werden ausverkauft sein, das wird eine ganz besondere Atmosphäre", freut sich die Nationalspielerin.

Das Eröffnungsspiel der WM wird für die gebürtige Berlinerin zu einem echten Heimspiel. Als Ballmädchen durfte Ariane Hingst bei Pokalspielen bereits in jungen Jahren die ganz spezielle Luft im Berliner Olympiastadion schnuppern. Schon damals träumte sie davon, einmal in dieser Arena spielen zu dürfen. In diesem Jahr ist es dann endlich soweit. "Etwas Schöneres kann es für eine Berlinerin nicht geben, als bei einem WM-Eröffnungsspiel im eigenen Stadion aufzulaufen."

Schwere Knieverletzungen

Doch vor zwei Jahren drohte dieser Traum zu platzen. Ariane Hingst verletzte sich während der EM in Finnland schwer am linken Knie: Meniskus- und Knorpelschaden. Es war bereits der zweite schwere Rückschlag für die Innenverteidigerin des 1. FFC Frankfurt. Aufgrund einer nahezu identischen Verletzung im rechten Knie - ein Jahr zuvor - musste die Nationalspielerin bereits rund sechs Monate pausieren. Hingst wurde damals erst kurz vor der EM wieder fit. Die erneute Verletzung warf die gelernte Bankkauffrau nochmals zurück. An ein Karriere-Ende dachte sie aber nicht. Sie kämpfte sich zurück und wurde mit dem 1. FFC Frankfurt in diesem Jahr DFB-Pokal-Siegerin.

Jubelnde Spielerinnen (Foto: AP)

Jubeln wollen die Deutschen auch am Turnier-Ende

"Wir wollen Weltmeister werden"

Aus der jungen Ariane Hingst ist mittlerweile eine erfahrene Defensivspezialistin geworden. Mit ihren 31 Jahren zählt sie zu den dienstältesten im Team der Nationalmannschaft. Ein Generationenproblem gibt es aber nicht: "Jung und alt ergänzen sich bestens", beschreibt Ariane Hingst die Situation. Gerade diese Mischung aus hungrigen Spielerinnen wie Lira Bajramaj und erfahrenen Kickerinnen wie Birgit Prinz oder eben Ariane Hingst machen das deutsche Team zum Favoriten für diese Weltmeisterschaft.

"Wir haben uns das Ziel gesetzt, in das Finale zu kommen. Wir wollen in jedem Fall Weltmeister werden", sagt Ariane Hingst. Die deutsche Mannschaft ist Titelverteidiger, sie könnte die Trophäe zum dritten Mal in Folge gewinnen. Hingst war bei den vergangenen zwei Titel-Gewinnen dabei; für sie wäre ein Erfolg bei der Weltmeisterschaft im eigenen Land jedoch das größte Highlight ihrer ohnehin schon sehr beeindruckenden Karriere.

Autor: Thomas Klein

Redaktion: Arnulf Böttcher

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