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Sport

"Das Selbstvertrauen ist wieder da"

Gleich drei deutsche Langläufer haben bei der Tour de Ski nach zwei Etappen beste Aussichten auf eine hervorragende Gesamtplatzierung. Wenig Optimismus dagegen bei den Damen. Sie laufen nur hinterher.

Fünfter: Tobias Angerer

Fünfter: Tobias Angerer

Anderthalb Monate vor Beginn der Olympischen Winterspiele in Vancouver sind die deutschen Langläufer in guter Form. Auf der zweiten von insgesamt acht Etappen schafften drei von ihnen eine TopTen-Platzierung. Tobias Angerer wurde Fünfter, dahinter kam Axel Teichmann ins Ziel. Jens Filbrich belegte Rang acht. Bei dem 15-Kilometer Rennen gewann, wie am Tag zuvor, Petter Northug aus Norwegen. Knapp geschlagen geben musste sich der Russe Maxim Wylegschanin, Dritter wurde Matti Heikkinen aus Finnland. Die deutschen Athleten verfehlten zwar das angestrebte Siegerpodest, doch insgesamt war es das bisher beste Saisonergebnis.

Laufstark: Petter Northug

Laufstark: Petter Northug

"Ein sensationelles Mannschaftsergebnis", kommentierte Bundestrainer Jochen Behle den Auftritt der Herren. "Ich habe Vollgas gegeben, aber die anderen waren etwas weit weg und gegen Northug ist auf der Zielgeraden momentan sowieso kein Kraut gewachsen", sagte Angerer, der zu Beginn des Rennens einen Stockbruch hatte, dann aber schnell seinen Rhythmus fand und Platz um Platz gut machte. "Das Selbstvertrauen ist wieder da.". In der Gesamtwertung hat Angerer mit 3,1 Sekunden Rückstand ebenso alle Möglichkeiten wie Teichmann, der 5,3 Sekunden auf Northug aufholen muss.

Frauen enttäuschen erneut

Lange Gesichter und teilweise Frust kennzeichneten dagegen den Auftritt der deutschen Damen. Platz 16 reichte Evi Sachenbacher-Stehle erneut nicht für die Olympia-Qualifikation. Rang 25 für Nicole Fessel, zwei Plätze dahinter kam Katrin Zeller ins Ziel. Steffi Böhler, die gesundheitlich angeschlagen ins Rennen ging, kam als 37. ins Ziel. Am Sonntagmorgen gab sie dann bekannt, dass sie aufgrund einer hartnäckigen Erkältung die Tour beende.

"Es liegt nicht am Tempo, denn das können die Mädels gehen", meinte Damen-Trainer Janko Neuber." Aber sie haben Probleme mit der Kondition." Siegerin bei dem 10-Kilometer-Rennen wurde Topfavoritin Justyna Kowalczyk aus Polen vor der Finnen Aino Kaisa Saarinen. Kowalczyk übernahm damit die Führung in der Tourwertung und auch die Spitze im Gesamtweltcup. Sachenbacher-Stehle hat nun einen Rüstand von 1:11,2 Minuten auf Kowalczyk und damit keine Hoffnungen mehr auf eine gute Platzierung in der Gesamtwertung. (sf, dpa, sid)

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