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Politik

Das Sekretariat: Schaltzentrale ohne Macht

Dass die Vereinten Nationen funktionieren, ist den Mitarbeitern im UN-Sekretariat zu verdanken. An der Spitze steht der Generalsekretär - ein vor allem bei den USA beliebter Prügelknabe.

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Drängt auf Reformen: Generalsekretär Kofi Annan

Generalsekretär heißt bei den Vereinten Nationen weniger General und mehr Sekretär - kurzum: der oberste Verwaltungsbeamte. Er nimmt zwar an den Sitzungen des Sicherheitsrats, der Generalversammlung und anderer Organe teil und kommt dort auch gelegentlich zu Wort, aber letztlich hat er kein Stimmrecht. Vielmehr muss er die Entscheidungen, die dort gefällt werden, in die Tat umsetzen.

Das UN-Gebäude, 1951

Das 38-stöckige Sekretariatsgebäude am East River

Dazu hat der Generalsekretär einen großen Mitarbeiterstab - das UN-Sekretariat. Es ist also keine Schaltzentrale der Macht, sondern nur Verwaltungsorgan. Wenn zum Beispiel der Sicherheitsrat eine Friedensmission beschließt, ist es die Aufgabe des Sekretariats, die zahlreichen Detailfragen zu klären: Wer stellt wie viele Soldaten? Wer leitet die Operation? Und wo genau schlagen die Blauhelme ihr Lager auf?

Das Sekretariat soll die Vereinten Nationen und ihre Organe in ihrer Arbeit unterstützen. Konkret heißt das zum Beispiel, die Verteilung von Hilfsgeldern wie nach der Tsunami-Katastrophe in Asien zu steuern oder die zahlreichen UN-Konferenzen zu organisieren. Ohne das Sekretariat gehen bei den Vereinten Nationen schnell die Lichter aus.

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