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Kultur

Das Schönste des Goldenen Jahrhunderts

..und eine ganze Menge mehr präsentieren wir diese Woche beim internationalen Museumsrundgang. Inklusive sexuellen Fantasien auf Hotel-Briefpapier.

Pablo Picasso Selbstbildniss (Foto ©Museu Picasso de Barcelona)

Pablo Picasso malt Pablo Picasso

Anhand von 60 bedeutenden Werken Pablo Picassos untersucht eine neue Ausstellung in der National Gallery in London den Einfluss alter Meister auf das Schaffen des 1973 gestorbenen spanischen Künstlers. Anders als bei einer ähnlichen Schau in Paris hängen in London die zu vergleichenden Bilder aber nicht Seite an Seite.Oben sehen sie ein Selbstbildnis, das den 16-jährigen Picasso mit Perücke als Gentleman des 18.Jahrhunderts zeigt. Hier zeigen sich nach Ansicht der Kuratoren deutliche Parallelen zu Francisco Goya und Rembrandt. Die Ausstellung läuft bis zum 7. Juni.

Stoffwechsel zwischen Mensch und Umwelt

Ein Werk von Peter Doig: Fremtidens musik, 2002-2007 Olie på hørlærred 200 x 300 cm



Das Louisiana-Museum für moderne Kunst bei Kopenhagen hat sich auch international einen Namen durch eine beeindruckende Sammlung führender Künstler des 20. Jahrhunderts von Georg Baselitz bis Andy Warhol, Henry Moore und Alberto Giacometti gemacht. Jetzt präsentiert werden 50 Neuerwerbungen aus den letzten beiden Jahren. Außerdem präsentiert das Museum eine Reihe von neuer Namen, die nach Überzeugung von Museumschef Poul ErikTøjner "den Stoffwechsel zwischen Mensch und Umwelt repräsentieren, der immer so viel Kunst in Louisianas Sammlung präsentiert hat." Die Ausstellung wird bis zum 20. November gezeigt.

Von Washington nach Amsterdam


Die Perlenwägerin Frau mit Waage. Werk von Johannes Vermeer (1632-1675)

Liebhabern des niederländischen Malers Johannes Vermeer (1632-75) bietet das Reichsmuseum in Amsterdam jetzt einen zusätzlichen Anreiz: Bis zum 25. Mai ist dort sein Gemälde "Die Perlenwägerin (Frau mit Waage)" als Leihgabe der Washingtoner National Gallery zu sehen. Das etwa 1664 entstandene Werk gilt als eines der schönsten des Goldenen Jahrhunderts in der Geschichte der Niederlande. Es ergänzt nun für einige Monate die vier Veermer-Werke in der ständigen Ausstellung des Reichsmuseums und ermöglicht es dem Haus damit, sich als zeitweilige Heimat der "größten Vermeer-Kollektion in Europa" zu empfehlen. Ungeachtet der anhaltenden Modernisierungsarbeiten in weiten Teile des Reichsmuseums können Besucher weiterhin insgesamt rund 400 Meisterwerke aus dem Goldenen Jahrhundert bewundern.

Große Mucha-Retrospektive im Belvedere

Mehr als 200 Bilder des Künstlers Alfons Mucha (1860-1939) sind bis 1. Juni in der Österreichischen Nationalgalerie Belvedere in Wien zu sehen. Mit einem Plakat für die Schauspielerin Sarah Bernhardt von 1894 war Mucha berühmt geworden. Seine großflächigen Arbeiten machten ihn in den frühen Jahren des 20. Jahrhunderts zum Synonym für den Jugendstil, und doch hat sein Werk viele Gesichter. Der gebürtige Tscheche, der in München, Wien und Paris studierte, lässt sich künstlerisch nicht festlegen. Die Ausstellung, die in Kooperation des Belvedere mit Privatsammlern und der Tschechischen Kunstakademie entstand, wird nach Wien zunächst in abgewandelter Form im Musée Fabre in Montpellier und im Herbst in der Hypo-Kunsthalle in München zu sehen sein.

Martin Kippenberger im MoMA

'The Happy End of Franz Kafkas America' heißt diese Installation von Martin Kippenberger

Dem deutschen Künstler Martin Kippenberger (1953-1997) widmet das New Yorker Museum of Modern Art erstmals ein große Retrospektive. Unter dem Titel "Martin Kippenberger: The Problem Perspective" werden auf einem gesamten Stockwerk ein Großteil seiner wichtigsten Werke gezeigt. Kippenberger produzierte non-stop, freche Zeichnungen, Selbstporträts, Landschaften und sexuelle Fantasien auf Hotel-Briefpapier, Collagen, Skulpturen aus Brettern und alten Möbeln. Der Künstler war gerade 44 Jahre alt, als er in Wien an Leberzirrhose starb. Die Ausstellung im MoMA ist bis zum 11. Mai geöffnet. (mb)

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