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Kultur

Das Rumpfstück und die Trägerrakete

Mal wieder ins Museum? DW-WOLRD präsentiert eine Auswahl internationaler Ausstellungen. Mit dabei: Erotik aus Europa, eine Gasmaske und ein sechs Quadratmeter großes Stück der Titanic.

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Wie an Bord der "Titanic" in Bilbao

Mehr als 90 Jahre nach der Tragödie der "Titanic" geht das Meeres-Museum im nordspanischen Bilbao der Geschichte des berühmten Schiffes von seinem Bau bis zum Untergang am 15. April 1912 nach. Die multimediale Ausstellung rekonstruiert das Leben an Bord des Ozeanriesen und dokumentiert anhand von Expertenberichten die Ursachen des Untergangs, der fast 1500 Menschen das Leben kostete. Die bis zum 18. September dauernde Schau zeigt auch ein zwei Meter breites, drei Meter hohes und drei Tonnen schweres Rumpfstück der "Titanic", das 1998 vom Meeresgrund geborgen werden konnte und erstmals in Spanien zu sehen ist.

Dienstag bis Sonntag 10.00 bis 20.00 Uhr

Salzburg zeigt Erotisches

Spezialbild: Ausstellungstipps 02.06.2005 Nobuyoshi Araki, ohne Titel, Museum der Moderne Salzburg

Ein recht vorsichtiges erotisches Araki-Photo

Direkt und detailgenau oder aber verschleiert und stilisiert: Auf unterschiedliche Weise widmen sich Künstler der Darstellung des Erotischen. Die Ausstellung "Die sinnliche Linie. Klimt, Schmalix, Araki, Takano und der japanische Holzschnitt" im Rupertinum Salzburg präsentiert gleichzeitig einen kulturellen wie einen zeitlichen Vergleich. Detailgenauen japanischen Holzschnitten des 19. Jahrhunderts sind laszive zeitgenössische Fotografien gegenüber gestellt. Daneben wirkt die Darstellung des Erotischen aus Europa sogar bei Klimt vergleichsweise verschämt. Die Schau in der Dependance des Museums der Moderne ist bis 17. Juli zu sehen.

Täglich außer Montag von 10.00 bis 18.00 Uhr, Mittwoch bis 21.00 Uhr

Zeitgenössisches in der Kunsthalle Wien

Spezialbild: Ausstellungstipps 02.05.2005 „Lebt und arbeitet in Wien II“

Zeitgenössisches Gebimsel in der Kunsthalle Wien

Über ein Baugerüst wird der Besucher an die Kunstwerke herangeführt: Als Kunstbaustelle präsentiert die Ausstellung "Lebt und arbeitet in Wien" die österreichische Hauptstadt. Die Schau in der Kunsthalle im Museumsquartier zeigt bis 4. September Werke von 23 lebenden Künstlern und Teams, von bekannten Namen wie Sigrun Appelt und Muntean/Rosenblum bis zu Newcomern. Die Schau soll nach Wunsch von Kunsthallen-Direktor Gerald Matt als "Trägerrakete" wirken, um Wien als Produktionsort von Kunst international bekannt zu machen. Vertreten sind Künstler aus allen Sparten von Video- und Fotokunst über Installationen bis Zeichnung und Malerei.

Täglich außer Montag von 10.00 bis 19.00 Uhr, Donnerstag bis 22.00 Uhr

Maskenausstellung in Paris

Die Masken stammen aus Nigeria, Japan, China, Indien, der Elfenbeinküste, Alaska und Peru und sind zum Teil 5000 Jahre alt. Unter dem Titel "Der Mensch und seine Masken" zeigt das Pariser Musée Jacquemart-André vom 24. Mai bis 28. August 125 Masken aus fünf Kontinenten, die alle aus der berühmten Masken-Sammlung der Museen Barbier-Mueller in Genf und Barcelona stammen. Mehr als achtzig Objekte werden erstmals der Öffentlichkeit gezeigt. "Die Ausstellung umfasst den Begriff Masken im weitesten Sinne", erklärte Jean Paul Barbier. So befinden sich unter den Masken nicht nur einzigartige Stücke aus dem Kongo, sondern auch Schutz- und Gasmasken aus dem Zweiten Weltkrieg.

Täglich von 10.00 bis 18.00 Uhr

"Prague Biennale" über zeitgenössische Kunst

Saddam Hussein Body auf der Prag Biennale 2

Eine Reminiszenz an Damien Hirst - statt Hai ist es diesmal Saddam Hussein

In der tschechischen Hauptstadt findet derzeit die zweite "Prague Biennale" statt. Bis zum 15. September werden an zahlreichen Orten in der Moldau-Metropole viele Ausstellungen, Vorträge und Aktionen zur zeitgenössischen Kunst in Europa geboten. Deutschland ist unter anderem mit "Neuer Malerei aus Sachsen", die der Dresdner Kunsthistoriker Johannes Schmidt zusammengestellt hat, sowie mit dem in Bayern geborenen Künstler Peter Angermann vertreten. Die Schirmherrschaft der zweiten Veranstaltung in Prag dieser Art nach 2003 hat der Dichter und langjährige tschechische Staatspräsident Vaclav Havel übernommen.

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