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Wissen & Umwelt

Das perlt so schön!

Sektglas (Foto: BilderBox)

Prickelnd lecker kann schnell zu prickelnd übel werden - Vorsicht!

Feiertage, Trinkgelage – Zeit für Champagner. Da ist es ja ganz günstig, wenn man ein paar harte Fakten über die feinen Schaumweine kennt. Der Radius einer aufsteigenden Sektblase nimmt zum Beispiel pro Sekunde etwa 350 bis 400 Mikrometer zu. Wenn die Bläschen an der Oberfläche platzen, versprühen sie Aromen in die Nase des Trinkenden, worauf der direkt noch ein Schlückchen nimmt.

Kribbel macht duselig

Aus dem Kohlendioxid der Bläschen wird auf der Zunge Kohlensäure gebildet, das Kribbeln im Mund sind winzige Verätzungen. Die Gasperlen sorgen auch dafür, dass uns von Sekt und Champagner schnell duselig wird. Die platzenden Bläschen reizen die Magenwände, die dadurch stärker durchblutet werden und dann den Alkohol schneller aufnehmen.

Sekt und Champagner werden übrigens mit dem Alter nicht besser. Sie verlassen die Kellerei in ausgereiftem Zustand und der CO2-Druck nimmt von da an unweigerlich ab. Es ist auch egal, ob man verschiedene Sektsorten mit einander mischt, meistens kauft man sowieso Sekt, der aus bis zu 80 Weinen von unterschiedlicher Sorte, Jahrgang und Lagerung gemischt wird.

Silberlöffel adé

Wer sein Fläschchen Schampus nach dem Öffnen nicht ganz leer trinkt, sollte es einfach ohne Verschluss in den Kühlschrank stellen. Ein Silberlöffel im Flaschenhals hat keine Wirkung auf den Sekt. Und wer den Korken wieder in die Flaschenöffnung zwängt, hat richtig Pech gehabt. Dann fallen nämlich kleine Korkteilchen in den Sekt, an denen bilden sich kontinuierlich Bläschen und alles Prickelnde geht verloren. Wäre doch schade drum!

Autorin: Marlis Schaum (dpa)

Redaktion: Ulrike Wolpers