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Musik

Das Netz nimmt Abschied von David Bowie

Die Nachricht von David Bowies Tod verbreitet sich innerhalb kürzester Zeit in den sozialen Medien. Dort gedachten zahlreiche Superstars und Fans des britischen Kultmusikers.

Die Musikwelt ist geschockt und trauert: David Bowie ist tot. Kurz nach seinem 69. Geburtstag und der Veröffentlichung seines neuesten Albums "Blackstar" starb die britische Musiker-Ikone nach 18-monatigem Krebsleiden im Kreise der Familie. Diese Nachricht wurde am frühen Morgen des 11. Januars auf Facebook bekannt gegeben.

David Bowies Tod wurde auf seiner Facebook-Seite bekannt gegeben

David Bowies Tod wurde auf seiner Facebook-Seite bekannt gegeben

Anfänglich kursierten im Netz noch Gerüchte, es handle sich um einen "Hoax", ein fälschlicherweise gestreutes Gerücht. Falschmeldungen über den Tod von Promis gibt es immer wieder. Im Fall von David Robert Jones, wie David Bowie mit bürgerlichem Namen heißt, ist es aber Realität. Dies bestätigte auch sein Sohn, der Filmregisseur Duncan Jones, auf Twitter: "Es tut mir sehr leid, aber es ist wahr. Ich werde für eine Weile offline sein. Liebe für alle."

In aller Munde

Innerhalb kürzester Zeit wurde Bowies Tod zum Gesprächsthema Nummer Eins in den sozialen Netzwerken. Dies zeigt auch eine Landkarte des Onlinediensts "Trendsmap", der die aktuellen Twitter-Trends in Echtzeit visualisiert. Vor allem in Großbritannien wurde bislang fleißig über den Tod des Popstars getwittert. Doch auch in Skandinavien sowie Mittel- und Südeuropa war Bowies Ableben neben der Verleihung der Golden Globes die Nachricht des Tages.

David Bowies Tod sorgte auf Twitter weltweit für Gesprächsstoff

David Bowies Tod sorgte auf Twitter weltweit für Gesprächsstoff

Aus Glückwünschen werden Nachrufe

Vor Bowies Tod hatten zahlreiche Wegbegleiter, Freunde und Fans dem Musiker via Twitter und Co zu seinem 69. Geburtstag und seiner am selben Tag erschienenen Platte "Blackstar" gratuliert. Nun wurden aus diesen Gratulationen teilweise emotionale Nachrufe. Die Illustratorin Helen Green, die ein großer Bowie-Fan ist, veröffentlichte zu seinem Geburtstag beispielsweise ein animiertes Zeichenvideo, das die vielen verschiedenen Gesichter und Modestile aus der langen Karriere des Briten zeigt. Nun wurde dieser kurze Endlos-Clip zahlreich im Netz geteilt.

Auch der deutsche Kultmusiker Udo Lindenberg teilte das GIF und verabschiedete sich von Bowie in Erinnerung an den von Bowie entworfenen Alten Ego Major Tom: "Einen guten Flug, Major Tom …Wir werden dich auf der Erde vermissen."

Ein Vorbild für viele Generationen

Welchen großen Einfluss der über mehrere Jahrzehnte stilprägende Bowie auf Künstler nachfolgender Generation hatte und welche enorme Wertschätzung er genießt, zeigen unter anderem Tweets des Rappers Kanye West, des irischen Songwriters Rea Garvey und des Schauspielers Russell Crowe. Auch die "Queen of Pop", Madonna, die einen ähnlichen Kultstatus wie Bowie genießt, verabschiedete sich via Twitter.

Sein langjähriger Freund und Kollege Iggy Pop, mit dem er zum Beispiel an dessen Album "Raw Power" von 1973 arbeitete, schrieb: "Davids Freundschaft war das Licht meines Lebens. Ich habe noch nie eine solch großartige Person wie ihn getroffen. Er war der beste von allen." Brian Eno, mit dem Bowie unter anderem während seiner Berliner Zeit zusammen arbeitete, twitterte schlicht: "Worte können es nicht beschreiben: RIP David Bowie"

Gedenken an Bowies Berliner Zeit

Zu Berlin hatte David Bowie eine ganz besondere Beziehung. Hier entstanden in den legendären Hansa Studios die Alben "Low" (1977) und "Heroes" (1977), die zusammen mit dem Album "Lodger" (1979) die sogenannte Berlin-Triologie bilden. Zwischen 1976 und 1978 wohnte er in der Hauptstraße 155 in Berlin-Schöneberg. Dort wurden am Morgen bereits Blumen niedergelegt und Kerzen entzündet.

Unvergessen ist auch das legendäre Konzert in der Nacht zum Pfingstmontag im Jahr 1987. Vor dem Reichstaggebäude in Westberlin spielte Bowie zusammen mit Popgrößen wie Genesis und Eurythmics ein großes Open-Air-Konzert. Auch die Bürger Ostberlins wollten zumindest akustisch an der Veranstaltung teilhaben und versammelten sich zu Tausenden hinter der Mauer. An die aus der spontanen Versammlung resultierende Krawalle wird ebenfalls im Netz erinnert.

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