1. Inhalt
  2. Navigation
  3. Weitere Inhalte
  4. Metanavigation
  5. Suche
  6. Choose from 30 Languages

Japan

Das Mutterglück von Riesenpanda Shin Shin macht Japaner selig

Sie sind nicht gerade für ein überbordendes Sexualleben bekannt. Daher ist die Freude umso größer, dass in Japans ältestem Zoo nach fünf Jahren wieder ein Riesenpanda geboren wurde. Das Geschlecht ist noch nicht bekannt.

Die stolze Mutter, Riesenpanda-Bärin Shin Shin (Foto: picture-alliance/dpa/N. Ito)

Die stolze Mutter, die elf Jahre alte Riesenpanda-Dame Shin Shin

Der Ueno-Zoo in Tokio feiert die Geburt eines Panda-Babys. Das elfjährige Pandaweibchen Shin Shin habe ein Junges zur Welt gebracht, teilte der Tierpark mit. Pandas kommen haarlos und winzig zur Welt - bei der Geburt wiegen sie gerade einmal etwa hundert Gramm. Das Geschlecht von Shin Shins Nachwuchs wird daher erst später bestimmt.

Im Jahr 2012 hatte Shin Shin dem Ueno-Zoo zum ersten Mal seit 24 Jahren Pandanachwuchs beschert, doch starb das Junge sechs Tage später an einer Lungenentzündung.  Der Tod hatte in ganz Japan Trauer ausgelöst. Seitdem warteten Personal und Zoobesucher sehnsüchtig auf neuen Nachwuchs.

Eine Mitarbeiterin des Ueno-Zoos zeigt bei einer Pressekonferenz in Tokio Bilder von der Geburt des Panda-Babys (Foto: Getty Images/AFP/K. Nogi)

Eine Mitarbeiterin des Ueno-Zoos zeigt bei einer Pressekonferenz in Tokio Bilder von der Geburt des Panda-Babys

Obwohl Riesenpandas als Sexmuffel bekannt sind, war es Shin Shin und ihrem Partner Ri Ri im Februar zum ersten Mal seit vier Jahren wieder gelungen, sich zu paaren. Schon die Nachricht, dass Shin Shin trächtig sein könnte, hatte dem Zoo einen Besucherandrang beschert.

Die Geburt schließlich verhalf auch den Aktien örtlicher Restaurantbetreiber zu kräftigen Gewinnen. Börsianern zufolge spekulierten Anleger darauf, dass das Neugeborene nicht nur dem Ueno-Zoo, sondern auch den Gastronomen in der unmittelbaren Umgebung zusätzliche Besucher beschert. Die Papiere der Restaurant-Kette Totenko stiegen um bis zu 38 Prozent auf ein Zehn-Jahres-Hoch von 290 Yen. Die Titel des Konkurrenten KK Seiyoken gewannen in der Spitze gut elf Prozent und waren mit 978 Yen so teuer wie zuletzt vor dreieinhalb Jahren.

Japan Ueno Zoo in Tokio (picture-alliance/dpa/K. Ota)

Es ist unverkennbar, dass die Pandas zu den Stars des traditionsreichen Tokioter Tiergartens zählen

Schätzungen zufolge gibt es weniger als 2000 noch frei lebende Riesenpandas. Sie leben in den drei chinesischen Provinzen Sichuan, Gansu und Shaanxi. 2011 hatte China Shin Shin und Ri Ri an den Tokioter Tiergarten ausgeliehen. Im Berliner Zoo soll übrigens Anfang Juli ein Pandabärchen einziehen. Für Mengmeng und Jiao Qing wurde eigens ein großes, modernes Gehege gebaut.

sti/ml (afp, dpa)