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Das macht Sinn!

Manches macht Sinn, bei manchem sucht man ihn. Sinnvoll und sinnlos sind meist weit voneinander entfernt. Besonnenheit tut gut, Sinnieren eher weniger. Die fünf Sinne bewahren manchen Leichtsinnigen vor zu viel Unsinn.

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Das macht Sinn!

„Vor Betätigung des Mundwerks Gehirn einschalten!“ Das ist eine etwas hart formulierte Aufforderung an alle, die vorschnell und ohne nachzudenken Dinge sagen, die sie besser nicht gesagt hätten. Sie hat den Sinn, dem Gegenüber klar zu machen, dass es erst denken und dann sprechen soll. Aber wie wir wissen, ist vieles leichter gesagt als getan.

Besonnenheit tut gut

Ein nachdenklicher Mann

„Was war bloß falsch an dem, was ich gesagt habe?“

Etwas Sinnvolles über das Stichwort Sinn zu schreiben, ist nicht ganz so einfach – dabei kommen aber hoffentlich nicht nur sinnlose Dinge heraus. Aber wir haben beim Schreiben den großen Vorteil, dass wir alles ja noch mal schön kontrollieren können und erst dann veröffentlichen. Denn Unsinn verzapfen wollen wir nicht. Wir handeln besonnen, denken genau nach, besinnen uns und überlegen, ob wir diese Worte wirklich wählen wollen.

Denn wir besinnen uns darauf, dass wir vor vielen Jahren mal nicht die richtigen Worte gefunden haben und der beste Freund einem seitdem ständig aus dem Weg geht. Da sind wir schon ins Sinnieren gekommen und haben gegrübelt, was an den Worten wohl falsch war. Besonnenheit hat mit Nachdenken und einer gewissen Ruhe zu tun. Wer unbesonnen handelt, handelt ohne Sinn und Verstand und macht Dinge, bei denen der Besonnene sich fragt, ob diese Person wirklich alle fünf Sinne beisammen hat.

Alle fünf Sinne beisammen?

Eine Frau putzt sich die Nase

Bei Schnupfen funktionieren Geruchs- und Geschmackssinn nicht mehr richtig

Fünf Sinne? Gemeint ist die Wahrnehmung mit den fünf Sinnesorganen, den Ohren, Augen, der Nase, der Zunge und den Händen und Füßen. Wer sprichwörtlich eine Stecknadel fallen hört, hat einen ausgeprägten Hörsinn. Wer in der Ferne alles scharf sieht, muss sich noch keine Gedanken über einen nachlassenden Sehsinn machen. Ein feiner Geruchssinn ist nicht nur bei Weinkennern von großem Nutzen.

Raucht jemand täglich jede Menge Zigaretten, lässt sein Geschmackssinn bald zu wünschen übrig. Der Tastsinn ist wahrscheinlich der feinfühligste Sinn, denn wir tasten mit der Haut, dem größten Organ des Menschen. Berühren wir etwas mit Händen oder Füßen, spüren wir zum Beispiel über die Haut, ob es kalt oder warm, rau oder weich ist. Fehlt eine Sinneswahrnehmung, wie zum Beispiel bei blinden Menschen, sind dafür Hör- und Tastsinn stärker ausgeprägt.

Der sechste Sinn

Tarot-Karten, eine Kerze und ein Pendel liegen auf einem Tisch

Karten legen oder pendeln müssen Menschen mit einem sechsten Sinn nicht

Mancher Mensch verfügt auch über einen ausgeprägten sechsten Sinn. Aus unerklärlichen Gründen tut sie oder er das Richtige und ahnt manchmal bestimmte Ereignisse voraus. Wer sich zum Beispiel gegen den Kauf eines teuren Autos entscheidet und einen Monat später arbeitslos wird, der bekommt zu hören: „Da hattest du aber einen sechsten Sinn!“

Früher galten Menschen mit dieser Fähigkeit als geistesgestört, eben als schwachsinnig. Nur so konnte ihr Anderssein erklärt werden. Heutzutage spricht man eher von Übersinnlichkeit. Für den Alltag reicht es allerdings völlig, wenn man bei Sinn und Verstand ist.

Sinnvolle Gedanken und Sinn machende Ideen

Ein buntes Gemälde

Was der Maler wohl im Sinn hatte?

Mit ihren Gemälden oder Texten wollen Künstler oft etwas ausdrücken. Aber nicht immer erschließt sich, was der Maler oder Autor im Sinn hatte. Seine Sinneseindrücke verarbeitet der Mensch jedoch nicht nur in Bildern und Texten. Besonders intensive Sinneseindrücke verfolgen den einen oder anderen auch schon mal nachts im Traum. Man wälzt sich hin und her, weil einem ein bestimmtes Ereignis nicht aus dem Sinn geht – oder auch mancher Gedanke oder manche Idee.

Manches wird verworfen, weil es keinen Sinn macht. Anderes dagegen ergibt durchaus einen Sinn – wie die Erfindung der Wasserflasche etwa. Es wäre jedoch nicht im Sinne des Erfinders extra eine Wasserflasche mit Kohlensäure zu schütteln, damit sie dem armen Kerl, der sie öffnet, überschäumt. Es sei denn, man will sich einen Spaß erlauben. Wer in einer solchen Situation jedoch keinen Spaß verträgt, der leidet vielleicht unter einem fehlenden Sinn für Humor. Humorvolle Menschen finden allein die Vorstellung irrsinnig komisch und überhaupt nicht blödsinnig.

Der Wahnsinn

35336130 Bildergalerie Sinn Schuhe Frau mit Schuhen

Frauen mit Schuhtick sind beim Thema „Schuhe“ wie von Sinnen

Wer seine fünf Sinne beisammen hat, gilt als tauglich, sich in der Welt gut zurechtzufinden. Im umgekehrten Fall sieht es schlecht aus mit der Orientierung. Wer nicht mehr bei Sinnen, wer gar wahn- oder irrsinnig, wer wie von Sinnen ist, der ist unberechenbar. Wer nicht mehr Herr seiner Sinne ist, ist im Denken, Fühlen und Wollen fehlgesteuert.

Mancher Mann mag das auch über eine schuhliebende Frau denken. Sie bekommt von ihm zu hören: „Du treibst mich in den Wahnsinn! Das ist schon das zwanzigste Paar Schuhe, das du dir diesen Monat gekauft hast. Du bist wohl nicht mehr ganz bei Sinnen.“ Der wortreiche Erklärungsversuch der Frau für ihr Handeln, endet in dem Satz: „Lange Rede, kurzer Sinn. Ich brauche für jede Farbe meiner Kleidung mindestens ein Paar passende Schuhe. Und diese gelben mit den pinken Punkten, die ich mir heute gekauft habe, sind der helle Wahnsinn!“ Dem Mann will das zwar nicht in den Sinn, aber er gibt sich geschlagen!

Der vorsätzliche Sinn

Ein Junge hält ein Mobiltelefon über eine Toilettenschüssel, um es hineinzuwerfen

Da hat jemand nichts Gutes im Sinn!

„Sinn“ bedeutet also keineswegs nur Wahrnehmung und Empfindung. Sinn hat auch mit Denken zu tun. Nehmen wir nur das Wort „Sinnesänderung“ oder „Sinneswandel“. Da hat jemand seine Meinung geändert, nochmals über etwas nachgedacht, was ihr oder ihm nicht aus dem Sinn ging.

Das redensartliche „Sinnen und Trachten“ bedeutet nichts anderes, als dass man sich etwas zum Ziel setzt und versucht, dieses zu erreichen. Sinn als Absicht und Vorsatz, auch im positiven wie im negativen Sinn. Denn Gutes im Sinn hat jemand, der einer anderen Person helfen will. Wer ihr absichtlich schaden will, hat Böses oder nichts Gutes im Sinn.

Der Zustand der Sinne

Es liegt in der Natur der Sache, dass „Sinn“ im Sinne von Denken und Empfinden bei jedem Menschen verschieden ist. Eine besondere Spezies sind die Eigensinnigen und Starrsinnigen. Während die einen nicht gerne mit dem Strom mitschwimmen, lassen die anderen sich überhaupt nicht von ihrer starren Meinung abbringen.

„Sinn“ lässt sich – wie wir bereits festgestellt haben – mit einigen Adjektiven gut kombinieren, die nicht immer einen Rückschluss auf den Sinneszustand erlauben. So blasen wir Trübsinn und starren stumpfsinnig vor uns hin, wenn es uns nicht gut geht. Als jugendlichen Leichtsinn bezeichnen kann man das besinnungslose Betrinken Jugendlicher. Sträflicher Leichtsinn ist, wenn Skifahrer trotz Lawinenwarnung auf gesperrten Pisten unterwegs sind. Es bedarf keiner scharfsinnigen Überlegungen, um zu dem Schluss zu kommen, dass sie nicht ganz bei Sinnen sind.

Du gehst mir nicht mehr aus dem Sinn

Und wem bis jetzt nicht die Sinne geschwunden sind, ob so vieler sinniger Sätze, der könnte die erste Strophe eines bekannten Liebesliedes üben. Die Melodie geht einem nämlich nicht mehr aus dem Sinn: „Du, du liegst mir im Herzen / Du, du liegst mir im Sinn. / Du machst mir viel Schmerzen, / Weißt nicht, wie gut ich dir bin.“

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