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Interaktiv

"Das Leben ist ein heiliges Gut"

In der vergangenen Woche haben sich die DW-World-User vor allem mit dem Prozess gegen die Roten Khmer in Kambodscha, dem "Ehrenmord-Prozess" in Deutschland und der Volksabstimmung in Venezuela beschäftigt.

DW-Themenbild Feedback(Foto: DW)

Erster Prozess gegen Rote Khmer in Kambodscha

Besser spät als nie. Es wäre unmenschlich, über solch einen Massenmord hinwegzusehen. Die Verantwortlichen sind der gesamten Menschheit Rechenschaft schuldig. Wie alt sie auch sein mögen, sie müssen sich vor dem Gericht verantworten. Denn das Leben ist ein heiliges Gut. (Moussa Hayaou, Kamerun)

Ehrenmord - ein globales Phänomen Ich begrüße es, dass die Gerichte in Deutschland endlich aufwachen und im Falle der so genannten Ehrenmorde anders urteilen. Es ist ein Unding, dass in unserem Land eine Parallelgesellschaft heranwächst, die sich über alle Rechtsverhältnisse in diesem Staate hinwegsetzt: Es wird unterdrückt, verheiratet, vergewaltigt und gemordet - alles im Namen der Ehre. Es wird Zeit, dass unsere Gesellschaft dagegen etwas unternimmt! (Reinhold Kollmer, Deutschland)

Ich glaube schon, dass es in diesem Bereich noch viel Aufklärungsbedarf gibt! Vor allem sollte es für die betroffenen Frauen einfacher sein, an Hilfe und Informationen zu ihrem Schutz zu gelangen. (...) Sprachprobleme führen auch zu Aufklärungsmangel. (Heinke Bonfert, Deutschland)

Aufklärung ist absoluter Unsinn. Wer so irre ist, seine eigene Schwester oder Tochter umzubringen, muss mit aller Härte bestraft werden und nach Verbüßung sofort in sein Herkunftsland abgeschoben werden. (Rüdiger Böltge, Deutschland)

Der Staat sollte Vorkehrungsmaßnahmen treffen und den Bedrohten Hilfe und Schutz bieten. Die Strafe muss härter werden und darf sich nicht nur auf die Täter beschränken, sondern muss auch diejenigen treffen, die zur Tat aufgehetzt haben und dies religiös rechtfertigen. (Abdel Rahman, Ägypten)

Unabhängigkeit des Kosovo Es kann nicht sein, dass eine Minderheit über die territoriale Integrität eines Staates alleine entscheidet. Das ist undemokratisch! Soviel ich weiß, steht Europa für die völkerrechtlichen Normen, die es selber aber im Fall des Kosovo bricht. Ist es nicht so, dass jedes Recht und Gesetz für alle Staaten oder Völker gleich angewandt werden sollte? Wenn ein zerstrittenes Bosnien in der Pflicht steht, ein Staat zu bleiben, dann müsste dies auch für Serbien gelten. Wieso haben die 20 Prozent Albaner, die in Serbien sind, mehr Rechte als die 38 Prozent Serben, die in Bosnien leben? (V. Miki, Serbien)

Volksabstimmung über eine unbegrenzte Amtszeit für Chavez Die Amtszeit von Chavez ist zu Ende und er muss weg. (...) Solche Revolutionen fangen immer mit viel Aufregung an und enden mit viel Leid und Ungerechtigkeit. In der Geschichte und in der Gegenwart gibt es dafür viele Beispiele. (Dimitri, Weißrussland)

Nach 40 Jahren Liberalismus in der venezolanischen Demokratie bringt Chavez ein neues Segment in die Politik, nämlich, dass die Gleichgültigkeit zu einem Ende kommen muss und die Bevölkerung wieder um eine neue Demokratie mit neuen Vorbildern kämpfen muss. (Pedro Eitz, Vezezuela)

Die Wirtschaftspolitik von Barack Obama Die Offenheit und Klarheit, mit der US-Präsident Obama die Wirtschafts- und Finanzkrise Amerikas, aber auch anderer Nationen, den Unverantwortlichkeiten, grenzenloser Habgier und beschämendem Eigenvorteils auf Seiten einiger Vips geschuldet sieht, hat mich beeindruckt. Deutschland und seine politische Führung sollte sich daran ein Beispiel nehmen. (Heinz-Josef Nolte, Deutschland)

Obama will eine überparteiliche Politik, setzt sich aber nicht ernsthaft mit den Gegenargumenten der Republikaner auseinander. Er fragt viel zu wenig nach dem Machbaren einer sozialen Politik. "Sich nur das zu leisten, was man leistet" - dieses Prinzip scheint Fremdland. In grauenvoller Weise haut er alles auf den Kopf, was republikanische Politik ("Die Enkel nicht in Schulden ersticken!") aufbauen wollte. Dabei scheint ihn auch persönliche Eitelkeit zu leiten. (Stephen Boy, Deutschland)

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