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Sport

Das längste Skirennen der Welt

Vor einem spannenden Event stehen Lech und Zürs am Arlberg. Dort geht am Samstag der Weiße Ring über die Wintersport-Bühne, das nach Angaben der Organisatoren längste Skirennen der Welt.

Der Weiße Ring in Lech und Zürs am Arlberg

Der Weiße Ring

Am 17. Januar fällt in Lech am Arlberg der Startschuss für ein Ski-Spektakel der besonderen Art. Dann gehen auf der Bergstation Rüfikopf oberhalb der österreichischen Wintersport-Metropole 1.000 Hobbyfahrer, aber auch ehemalige Profis an den Start. Es gilt, mit Skiern oder Snowboard den "Weißen Ring" zu bewältigen, eine Ski-Schaukel über 22 Kilometer und insgesamt 5.500 Höhenmeter. Die vierte Auflage der Rundtour mit Skiern und Liften führt von Lech über drei Gipfel ins benachbarte Zürs, von dort über Zug und Oberlech zurück zum Startort.

"Eine der schönsten Alpen-Abfahrten"

Sieger 2008: Petra Haltmayr (li.), Patrick Ortlieb und Katja Wirth

Sieger 2008: Haltmayr (li.), Ortlieb und Wirth

2006 hatte sich zum 50-jährigen Jubiläum der Runde die Idee entwickelt, daraus "das längste Ski-Rennen der Welt" zu machen, wobei das Fahren über ein Dutzend Lifte mit dazu gehört. Ein geübter Skifahrer braucht für die Strecke eine gute Stunde. Die Bestzeit jedoch hält Lokalmatador Patrick Ortlieb mit 44 Minuten und 35 Sekunden. „Es geht aber gar nicht um Hundertstel- oder Zehntel-Sekunden, sondern darum, einen wunderschönen Tag zu haben und die ganze Strecke abzufahren", sagt Ortlieb, der 1992 in Albertville olympisches Abfahrtsgold gewann. Der 41-Jährige durfte auch bei der letzten Auflage des Weißen Rings auf die oberste Stufe des Siegerpodestes klettern. Obwohl noch immer ambitioniert, steht für Ortlieb der Genuss im Vordergrund: "Es ist eine der schönsten Abfahrten im ganzen Alpenraum. Es ist für mich jeden Tag wieder eine neue Herausforderung, die Runde zu fahren. Ich genieße das Panorama, die perfekten Pisten und die schönen Liftanlagen."

Volkslauf mit Spaßfaktor

Skispaß am Arlberg

Skispaß am Arlberg

Der Weiße Ring ist ein Jedermann-Rennen, vor allem aber ein Volkslauf mit Spaßfaktor. Das sieht auch die ehemalige deutsche Weltcup-Fahrerin Petra Haltmayr so: "Ich finde das ganz lustig, wenn es über Täler und über mehrere Lifte geht. Trotzdem sind Schwierigkeiten dabei wie Tore, die man passieren muss. Sonst wird man bei diesem Event disqualifiziert." Haltmayr hatte 2008 zeitgleich mit der Österreicherin Katja Wirth die Frauen-Wertung gewonnen. Die beiden Ex-Profis waren Hand in Hand durch den Zielbogen gefahren.

1.000 Starter und reichlich Schnee

Warten auf den Start

Warten auf den Start

Gestartet wird das Rennen früh morgens in 25er Gruppen und in Zwei-Minuten-Abständen. Dabei besteht für alle Teilnehmer Helmpflicht. Es geht über Abfahrten wie die am Hexenboden oder vom Kriegerhorn. Schwarze Pisten sind jedoch nicht dabei. Als anspruchvollster Teil gilt der zumeist schattige Madlochzug über knapp fünf Kilometer. Freuen dürfen sich die Teilnehmer auf gute Pistenverhältnisse am Arlberg. Wer sich aber spontan zu einer Teilnahme entschließen möchte, sei auf 2010 vertröstet. Für das aktuelle Rennen waren die 1.000 Startnummern binnen weniger Tage vergeben. Aber natürlich hoffen die Veranstalter auf zahlreiche Besucher am Rande der Strecke.

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