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Kultur

"Das Kapital" von Beuys kommt nach Berlin

Die Installation gilt als das Vermächtnis von Joseph Beuys. Die wertvolle Arbeit war Objekt eines jahrelangen Rechtsstreits. Jetzt kommt sie nach Berlin - als Dauerleihgabe des Kunstsammlers Erich Marx.

Der Titel ist sperrig: "Das Kapital Raum 1970-1977". Doch hinter dem Namen verbirgt sich das wohl wichtigste Werk des deutschen Künstlers und Akademieprofessors Joseph Beuys (1921 - 1986): Eine monumentale Rauminstallation aus einem Flügel und zahlreichen beschriebenen Schiefertafeln. Jetzt wurde die Installation verkauft - an den Kunstsammler Erich Marx. Der Preis ist unbekannt, doch er dürfte in Millionenhöhe liegen. Vor einem Jahr war das weltberühmte Werk nach einem Rechtsstreit drei renommierten deutschen Kunstsammlern zugesprochen worden.

Wie die Stiftung Preußischer Kulturbesitz mitteilte, wird Erich Marx "Das Kapital" voraussichtlich der Berliner Nationalgalerie überlassen - als Dauerleihgabe. Wo genau und in welcher Form das Werk dem kunstinteressierten Publikum zukünftig zugänglich gemacht wird, will Kulturstaatsministerin Monika Grütters (CDU) am Dienstag (24.02.2015) in Berlin genauer erläutern. Auch der neue Besitzer wird sich dann erstmals öffentlich dazu äußern.

Bildergalerie Andy Warhol mit Joseph Beuys

Zwei internationale Stars der Kunstwelt: Joseph Beuys (l) und Andy Warhol, am 3. März 1982 in der Berliner Nationalgalerie

Deutscher Beitrag für die Biennale 1980

Joseph Beuys hatte die sperrige Rauminstallation 1980 für den Deutschen Pavillon auf der Kunstbiennale in Venedig geschaffen. Dort war sie aber nur während der Biennale für das Publikum zu sehen. 1984, zwei Jahre vor seinem Tod, baute der Künstler sie in den neu eröffneten Hallen für Neue Kunst im schweizerischen Schaffhausen wieder auf. Dort - in den Hallen einer ehemaligen Textilfabrik - fand die Installation vorerst eine museale Heimat.

Auf Grund des Rechtsstreits mussten die Hallen für Neue Kunst 2014 - ihres Herzstücks beraubt - schließen. Die Stadt Schaffhausen bedauerte diese Entwicklung. Immerhin sei der Verkauf "ein weiterer Schritt zur sinnvollen Nachnutzung des sehr attraktiven Gebäudes", sagte eine Sprecher der Stadt. Das Kunstwerk wird nun aus den Räumlichkeiten entfernt, um in Berlin wieder aufgebaut zu werden.

hm/nf (dpa/Stiftung Preußischer Kulturbesitz)